Zeit genommen…

Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie uns so viel Zeit genommen haben!
[Nicht ganz so gemeinte Übersetzung aus dem Chinesischen anlässlich eines Erfahrungsaustauschs]

Schloss Gaußig

Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob der spröde Charme leicht maroder Mauern nicht angenehmer ist als so ein gelecktes runderneuertes Schloss. Gestern waren wir, trotz unfeinen Wetters, in Schloss Gaußig (Karte). Die Sächsische Zeitung schrieb vor gut einem Monat: „Schloss Gaußig war 1999 mit Zustimmung des Landtags an Ursula McLoughlin verkauft worden, die hier einen internationalen Business-Club einrichten wollte (Mehr zu Ursula McLoughlin hier – runterscrollen bis zur Session 5). Doch die Finanzierung dafür kam nicht zustande. Und so liegt das Schloss seit Jahren im Dornröschenschlaf. Lediglich die prächtigen Rhododendron-Büsche werden das Areal in wenigen Wochen wieder etwas beleben.“
Die Büsche blühen, zögernd aber immerhin. Und der Dornröschenschlaf bringt so viele Vorteile: Kein Eintritt! Die Natur wächst wie sie will! Und keine beschlipsten Businesspeople stören die Idylle…
Schloss Gaussig liegt rund zehn Kilometer südlich von Bautzen und etwa 50 Kilometer östlich von Dresden. Der Schlosspark ist 25 ha groß und einer der schönsten Landschaftsparks der Gegend. Angelegt wurde er ursprünglich um 1750 als französischer Garten von Johann Christoph Knöffel, dann aber um 1800 im englischen Stil umgestaltet. Das Schloss wurde 1548 errichtet, 1770 völlig umgebaut und 1800 nochmals stark verändert. Das Mobiliar von Schloss Gaußig kann man bei einschlägigen Händlern kaufen – Folgen des Ausverkaufs am 31. Januar 1998…
Schloss Gaussig Schloss Gaussig
Schloss Gaussig Schloss Gaussig
Aufgenommen am 9. Mai2004 von UVS.

Großstadtgeografie.

Habe eine Einladung aus Berlin bekommen mit dem Satz: „Einzigartig in Berlin und somit in ganz Deutschland eröffnen wir…“
Ja hallo, da ist ja was an mir vorüber gegangen: Berlin ist Deutschland, was es in Berlin nicht gibt, findet in der Restrepublik nicht statt? Spannende Entwicklung, das!

Mondfinsternis Dresden

Zur Mondfinsternis ein Blick aus dem Küchenfenster, Kamera auf einem Mini-Stativ, simulierte ISO 200 der Minolta Dimage. Aufnahmezeit 21.21 Uhr und eine Sekunde Belichtungszeit (links) sowie 21.25 Uhr mit zwei Sekunden Belichtungszeit (rechts). Wein des Fotografen: Chardonnay.
Die letztjährige Mondfinsternis ergab ein Bild in genau die andere Richtung – hier nachzulesen
Mondfinsternis Mondfnsternis
Aufgenommen am 4. Mai 2004 von UVS.

Blütenmeer

In der hier gezeigten kleinen Version ist das ein wirkliches Wimmelbild, wer draufklickt und die größere Fassung sieht, wird auch nur mühsam schlauer: Es handelt sich um einen Blick aus etwa 1,50 m Höhe nach unten auf den Boden unter einem blühenden Baum. Direkt vorm Haus fotografiert – und der Blick hoch in die Bayreuther Straße ist auch nicht schlecht…
Blütenmeer
Aufgenommen am 30. April 2004 von UVS.

Dresden-Kalender 2004: Mai

Großer GartenDresden-Bilder und dazu passende kurze Texte finden sich im diesjährigen Online-Kalender. Alle Aufnahmen entstanden im Laufe des Jahres 2003 und sind digital mit einer Minolta Dimage 7i aufgenommen.
Im Mai sehen wir uns den Großen Garten und das Palais im selbigen an. Die Figurengruppe im Vordergrund mit dem netten Titel „Die Zeit entführt die Schönheit“ stammt von Pietro Balestra – sie ist aus Marmor (siehe Beitrag im Archiv).
Das Kalender-Bild ist am Nachmitag des 25. August 2003 aufgenommen.
Unser umfangreicher und wie immer kostenfreier Service:
Das Kalenderblatt zum Ausdrucken (Format A4) als PDF (522 KB)
Das Foto als Bildschirmhintergrund (15 Zoll und 17/19 Zoll Monitor).
Sie können das Motiv als eCard versenden.

Über Arbeit.

George Orwell, 1937, über die Frage, was Arbeit sei:
„In Wahrheit verhält es sich so, daß der Mensch, wenn er nicht gerade ißt, trinkt, schläft, mit jemandem ins Bett geht oder sich unterhält, Spiele spielt oder einfach herumlungert – und diese Dinge können nun einmal kein Leben füllen –, die Arbeit braucht und sie gewöhnlich sucht, obwohl er sie vielleicht nicht unbedingt Arbeit nennt. 
Über dem Niveau eines Schwachsinnigen dritten oder vierten Grades besteht das Leben größtenteils aus Anstrengung. Denn der Mensch ist nicht, wie die vulgäreren Hedonisten zu vermuten scheinen, eine Art wandelnder Magen; er hat auch eine Hand, ein Auge und ein Gehirn. Hört auf, mit Euren Händen zu arbeiten, und schon habt Ihr ein riesiges Stück von Eurem Bewußtsein abgehackt.“
Die lesenswerte Langfassung (mit etlichen weiteren Zitatmöglichkeiten, so z.B. zum Thema „Reisen“ etc) steht hier und unter „Mehr…“
„Über Arbeit.“ weiterlesen

Oh, neu!

Alles neu macht der Mai, sagt man. Frischer Wind auch bei „Aufgelesen“ – der zweite Werkzeugwechsel seit dem Bestehen fand statt. Wie schon das Weblog der STIPvisiten, das sich mit den Themen Reisen sowie Essen & Trinken beschäftigt, schuftet auch hinter „Aufgelesen“ nun WordPress. Ein nettes Tool, das ich nur empfehlen kann 🙂