Kategorie-Archiv: Bild am Sonntag

Hochwasser am Sonntag

Hochwasser“Gut anzusehen, wenn man nicht betroffen ist” sagte heute ein Fotograf zu seinem Kunden am Telefon: Die Elbe als breiter Fluss schmückt die Stadt in der Tat, und die Elbwiesen sind ja zum Volllaufen gemacht. Nur wer zu nahe am Wasser gebaut hat, nicht auf die Natur gehört hat, bekommt in Dresden nasse Füße. Und auch wenn das Wasser mit 7,50 Metern sehr hoch ist – es hat nicht die zerstörerische Kraft der Flut vom August 2002. Sowas passiert statistisch gesehen eher alle zehn Jahre, im Gegensatz zur Flutkatastrophe, die statistisch alle hundert Jahre droht.

Russische Kirche

Russisch-orthodoxe Kirche
Überraschung – und ich verstehe immer noch nicht, wie dieses feature “Interestingness” bei Flickr funzt: Das Bild oben hat es in kurzer Zeit auf einen (derzeitigen) Platz sechs in dieser Liste gebracht. Ebenso überraschend kam ein anderes Winterbild, das gestern noch gar nicht drin war in der Liste der täglich 500 besten Bilder, urplötzlich von null auf 160.
EingeschneitFreut einen doch!
Nein, und ich blätter nicht stundenlang in den Ergebnissen: Es gibt ein Programm, mit dem man schnell über die Positionierung informiert wird (auch darüber, dass die ehemalige Nummer 1 auf die 37 abgesackt ist).

Bei der Gelegenheit: Das gleiche Bild ist auch das Januar-Blatt des diesjährigen Dresden-Kalenders. Wer es noch nicht hat: Man kann sich das Blatt in ansehnlicher Größe downloaden, um es dann auszudrucken und an die Wand zu peppen…

Und für die Statistiker:
Januar-Blatt: Eingestellt am 1. Januar. 3 nennen es einen Favoriten, 109 haben es angesehen.
Kirche pur: Eingestellt am 14. Januar, bis jetzt Favorit für 25 Leute, angesehen haben es 294.

[Update am Abend]
Platz 1 für Interestingness 14. Januar, 55 Faves, 800 Angucker. Geht doch…

Königliche Villa

Die Wege heißen Himmelsleiter, Panoramaweg und Königsweg: Was für ein freundliches Areal mag das sein? Es sind die etwa 2 Hektar des Königlichen Weinbergs in Wachwitz, die von diesen Wegen gequert werden. Die freundlichen Winzer der Weinbergsanlage “Pillnitzer Königlicher Weinberg” auf dem Wachwitzer Steinberg haben die mehr als 800 Jahre alte Anlage der Öffentlichkeit (wieder) zugängig gemacht – und die Öffentlichkeit nutzt die Wege, weswegen man selten allein durch die Hänge kreucht.
Königlich ist die Anlage, weil Prinz Friedrich August II. zwischen 1824 und 1854 mehrere Weinparzellen in der Gegend kaufte. Des Königs Weinberg war dem Wandel unterworfen: Ein 1825/26 gebautes Palais wurde schon 1893 wieder abgetragen (die Grundmauern erkennt man heute noch teilweise), die Königliche Villa entstand nur wenige Meter südlich (und ist heute noch zu sehen. Wan kann sie sogar kaufen. Haben Sie Geld und Konzept?).
Wie überall in Sachsen tobte zum Ärger der Winzer und zur Freude der Immobilienbranche die Reblaus um 1890 heftig, vernichtete die Weinstöcke und schuf so quasi den Baugrund, der dem in der Gründerzeit heranwachsenden Geldadel in feinster Lage sehr zupass kam.
Einige Flächen blieben vom Zusiedeln verschont und bieten heute Erholung wie auch Wein: Seit 1987 bewirten Freizeitwinzer den Weinberg. Früher wurde hier hauptsächlich Riesling angebaut, heute wachsen Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauer Burgunder und Traminer neben dem Riesling.

Klingeln zwecklos РAber L̦btau ist ganz anders!



Ein Bild bei Flickr von Ulrich van Stipriaan.

Der Dresdner Stadtteil Löbtau hat nicht den besten Ruf – ein Arbeiterviertel mit reichlich unansehnlichen unrestaurierten Gebäuden entlang der Hauptverkehrsadern. Pustekuchen: Bei einem ausgedehnten Sonntagsspaziergang haben wir ein ganz anderes Löbtau kennen gelernt, gleich hinter den merkwürdigen Häusern (die es natürlich auch gibt, aber eben nicht nur). Den morbiden Charme des Verfalls kann man immer wieder studieren, aber man sieht auch, dass dahinter “früher” offensichtlich Klasse steckte.
Ich habe einige (längst nicht alle!) bei Flickr geparkt…

Palais im Großen Garten



Ein Bild bei Flickr von Ulrich van Stipriaan.

Das Palais im Großen Garten von Dresden ist zum Feiern gemacht: Ursprünglich ohne Öfen und Fensterglas sollte es italienisches Flair nach Elbflorenz bringen. Doch schnell merkte man, dass es hier kälter ist als in Italien. Am Samstag feierte die Dresdner Bürgerstiftung einen Ball. Es war geheizt, es gibt Fenster – und das Licht drinnen war soooo rot…

Sonntags bei…



Ein Bild bei Flickr von Ulrich van Stipriaan.

…uns auf dem Balkon. Frühstück im Oktober hat ja was – zumal die Blumenpracht zwischen Herbstrot (das Weinlaub) und Fleißiglieschenweiß changiert.
Der Wetterbericht: windig bei strahlender Sonne, gefühlte 20 Grad im Windschutz, in echt etwas weniger.


www.flickr.com

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150 Jahre Sempergalerie

SempergalerieAm 25. September 1855 eröffnete das “Neue Königliche Museum zu Dresden” – nach den Plänen von Gottfried Semper gebaut und vielen besser bekannt als das Gebäude, in dem die Alten Meister zu Hause sind. Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister, als deren Glanzstück Raffaels Sixtinische Madonna gilt, ist eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. Jahrhundert (von der Früh-Renaissance) bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. In der Sempergalerie am Zwinger, die zuletzt nach einer mehr als vierjährigen grundlegenden Rekonstruktion zur Erhaltung der historischen Bausubstanz im Jahr 1992 wiedereröffnete, sind mehr als 760 überaus wertvolle Gemälde ausgestellt. Weiterlesen

Wahlgang

WahlgangNeulich auf dem Pfaffenstein auf dem Weg, die Barbarine zu erkunden: Dieses Schild. “Keine Frage, wir gehen rechtsrum!” war mein spontaner Ausruf. Wir gingen linksrum – und das war gut so.
Angekommen wären wir auf beiden Wegen. Der eine, offenbar der leichtere, war aber nicht der schönere (wir sind ihn zurück gewandert). Und die Mehrheit siegt.
Ja, Kinder: Das ist angewandte Demokratie.
Und richtig wählen darf ich, wie rund 218.999 andere, heute sowieso nicht. Dresden I – nach Hartz IV das größte Politikum der Republik!
Ach ja, dpa hat auch schon angerufen. Wie es denn so sei, wurde die hier lebende 43jährige Angestellte befragt, heute nicht zu wählen. Die Antwort: Morgen in der Zeitung Ihrer Wahl :-)
Update am Montag nach der Wahl: im Stern steht was… Und wir kommen vor, nur leicht verfremdet :-)

Spatenstiche

Spaten
Alte Spaten symmetrisch angeordnet (und, wenn man sie nicht von oben wie hier ansieht, auch noch gespiegelt) sind einer der optischen Reize der Ausstellung
“Bewegtes Land” in Großräschen. Die Ausstellung ist Teil der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land, die die Wandlung der Lausitz vom Braunkohletagebau-geprägter Mondlandschaft zu attraktiver Freizeit-Landschaft begleitet. Ein interessantes sehenswertes Projekt und ein Geheimtipp für einen Kurzurlaub schon jetzt, wo vieles noch Vision ist