Es dräut keine konkrete Gefahr

“Die Kunst der Kommunalpolitiker und der Denkmalpfleger besteht darin, legitime Interessen der Gegenwart so zu lenken, dass sie im Geiste der über Jahrhunderte entstandenen Kulturlandschaft Gestalt annehmen. Im Moment dräut keine konkrete Gefahr. Das ist auch nicht zu erwarten. Es könnte sich ja nur um Bauten handeln, die furchtbar hoch werden sollen. Dennoch muss jeder Schritt sorgfältig bedacht werden. Das Haus der Presse beeinträchtigt zwar nicht das Elbtal, steht aber nicht sehr günstig und ist auch relativ hoch. Seit seiner Umgestaltung fällt es noch mehr auf, weil es dunkler ist und so kastenförmig wirkt. Das halte ich für ausgesprochen schlecht. Positiv ist, dass die Hochhäuser am Terrassenufer abgerissen werden – sie sind ein Ärgernis.”
Gerd Glaser, vormals Landeskonservator in Sachsen, im Gespräch mit Valeria Heintges von der der Sächsischen Zeitung (die im Haus der Presse…)

Ein Gedanke zu „Es dräut keine konkrete Gefahr“

  1. Da hat sich wohl einer Mut angetrunken auf der Grundlage der Entscheidung der UNESCO zum Weltkulturerbe. Hoffentlich führt dieser Mut nicht zum Übermut. Ich fahre täglich am Haus der Presse vorbei und finde es seit der Umgestaltung sehr attraktiv. Attraktiver als den Landtag oder das Kongresszentrum. Obwohl die beide kleiner niedriger sind. Bloß gut, dass der historische Erlweinspeicher unter Denkmalschutz steht, nicht so nah an der Elbe aber doch äußerst günstig im Stadbild Elbtal liegt und so überhaupt nicht kastenformig wirkt. Er ist ja auch kein Hochhaus.

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