Urlaubs-ABC: P wie Pappel

Babisnauer PappelDie Babisnauer Pappel im Süden Dresdens hat schon einige Jahre auf dem Buckel: Sie wurde 1808 vom genervten Gutsbesitzer Johann Gottlieb Becke als Grenzmarkierung zwischen der Babisnauer und Golberoder Flur auf dem Zughügel (329 m ü. NN) gepflanzt, weil ihm Nachbarn zur Flurbereinigung immer den Grenzstein verrückten. Danach wuchs und gedieh die Schwarzpappel, die seit 1937 unter Schutz steht. Das sollten einen Gewittersturm 1967 nicht hindern, den Baum rund ein Drittel zu kappen, aber die alte Pappel lebt weiter. In diesem Jahr bekam sie sogar ein Kind: eine junge frische Schwarzpappel steht (nach meinem Geschmack zu nahe) neben dem rund 20 Meter hohen alten Baum, der immerhin schon einen Stammumfang von fünf Metern hat. Ein Schild an diesem jungen zarten Bäumlein weist darauf hin, dass die Schwarzpappel 2006 Baum des Jahres ist – good to know 😉

1887 wurde neben der Pappel eine Wettin-Eiche gepflanzt, in den folgenden neun Jahren folgten drei weitere Eichen.
Alle mir bekannten InternetQuellen, die darüber schreiben, behaupten: „Jedoch gediehen alle gepflanzten Eichen auf diesem Grundstück nicht und starben ab.“
Naja, sagen wir so: Wenn man vor Ort ist, steht man neben einem Baum, der Eicheln trägt und auch sonst aussieht wie eine veritable alte Eiche – die Leute sollten weniger voneinander abschreiben und mal vor Ort nachsehen…

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