Von Göttern…

Es gibt sie, die Götter auf Erden, die mit dem wirklichen nichts zu tun haben. Sie werden angehimmelt und vergöttert, und jeder hat so seine eigenen. Die einen haben ihren Kochgott, den Schreibergott oder den Bildbearbeitungsgott. Andere fallen für ihren Popgott in Ohnmacht, auch gut. Ich habe seit heute einen Linuxgott in die Sammlung aufgenommen – und das kam so.
Seit Juni versuche ich, auf meinem alten Wallstreet Powerbook Ubuntu zu installieren. Diese derzeit wohl aktuellste Linux-Distribution soll dem guten alten Stück ein wenig neues Leben einhauchen, da mit dem dazu passenden Betriebssystem die heute gängigen Programme nicht laufen. Aber: Wallstreet ist ein Old-World-Mac und lässt bei einem Neustart nur ein Mac-Betriebssystem zu. Was anderes kam 1998 eh nicht in Frage, warum auch? Aber heute gibt es eben gute Gründe. Den ollen Mac zu überreden ist so einfach nicht, wie ein Blick in die einschlägigen Foren zeigt. Es geht zwar, nach einigem Hin und Her, ganz ordentlich los – bis zum markanten Satz: „Sie müssen manuell mit dem kernel /boot/vmlinux auf der Partition /dev/hda10 starten und root=/dev/hda10 dem Kernel als Parameter übergeben“!
Aha!
So ein Satz ist doch eine Herausforderung für eine Install-Party beim Linux-Tag. „Ja, kommen Sie, das schaffen wir schon!“ lautete die Antwort auf die Anmeldung. Um zehn sollte ich da sein – um halb elf waren die nächsten bestellt. Hey, das macht Hoffnung!
Um abends halb sieben habe ich den Treffz-Bau verlassen – mit installiertem System! Den ganzen Tag über kümmerte sich Kristian Rink mit Ruhe, Geduld und Fachwissen um den Ausnahmeinstallationscomputer, flitzte zwischendurch hierhin und half dort weiter. Danke!

Eine Antwort auf „Von Göttern…“

  1. Daß wir mit dem guten Stück _so_ lange zu tun haben würden, hätte ich im Vorfeld nie und nimmer gedacht. Aber es war interessant und insofern wohl die Zeit wert. Danke für die Blumen. 😉
    KR

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