Dresden-Kalender 2005: Dezember

Dresden Kalender 2005Mittelalterlicher Adventsmarkt im Stallhof – Dresdens schönster Weihnachtsmarkt, oder? Mit ohne elektrischem Licht, mit Badezuber, mit einem Traum von Toilette nebst dazu gehörendem Geldeintreiber (“Fühlt Ihr Euch nicht erleichtert?”), mit gutem Essen und zauberhaftem Glühwein – ach was sag ich: Ich geh jetzt hin :-)

Und nun der monatliche Service:
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Mehr Weihnachtsmakrt-Bilder (nicht nur dieser!) bei Flickr.

Dresden-Kalender 2005: November

Dresden Kalender 2005Loschwitz und Blasewitz – heute durch das Blaue Wunder verbunden – waren noch vor etwas mehr als hundert Jahren Vorstadt-Dörfer mit einer Fährverbindung. Das Fährhaus in Loschwitz mit wunderbaren Details verfiel in den vergangenen Jahren immer mehr, jetzt scheint es rekonstruiert zu werden. An den Fensterläden und anderer Hausverzierung konnte man ablesen, wovon man im Dorf lebte: Fischfang und Weinanbau.

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Mehr Bilder aus Loschwitz und Blasewitz im Fotoblog. Bei Flickr werden nach und nach auch Bilder rund um Loschwitz erscheinen. Und einen Text gibt’s noch nicht – da müssen wir noch dran arbeiten…

Dresden-Kalender 2005: Oktober

Dresden Kalender 2005Die Frauenkirche in Dresden wird Ende des Monats geweiht – das war absehbar und daher ist es kein Zufall, dass im Oktoberblatt des Dresden-Kalenders eben jene Kuppel zu sehen ist. Bei unterschiedlichem Licht ergeben sich immer wieder faszinierende Momente – und selbst wenn man sich der Stadt von weitem nähert, sieht man mit ein wenig Glück als erstes die imposante Kuppel George Bährs.
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Die eben und noch einige mehr bei Flickr – der Spielwiese mit Sinn…
Ein kurzer Text steht hier und ein etwas längerer bei den STIPvisiten.

Dresden-Kalender: September 2005

Dresden Kalender 2005Dachlandschaften üben ihren eigenen Reiz aus – die von Schloss Pillnitz ganz besonders, weil sie erstens einen Hauch von Fernost ausstrahlt und sich zweitens ziemlich häufig vor gewitterblauem Himmel präsentiert. Freundlicherweise gehen diese Gewitter meistens so schnell wie sie gekommen sind.
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Mehr Bilder von Pillnitz? ‘türlich!
Ein kurzer Text zu Schloss Pillnitz? Gerne!

Dresden-Kalender: August 2005

Dresden Kalender 2005Das Welt(kultur)erbe Dresden bezieht sich ja ausdrücklich auf das Elbtal. Auch wenn die Elbe im August 2002 der Stadt böse mitgespielt hat – normalerweise strömt der Fluss doch eher brav durch die Stadt. Vom neuen Kongresszentrum aus hat man einen guten Blick, den besseren von der direkt dran vorbe führenden Marienbrücke (und, by the way, den dann wieder etwas schlechteren als Bahnfahrer/in bei den hier sehr langsam fahrenden Zügen zwischen Dresden Neustadt und Dresden Hauptbahnhof – bitte links raussehen!).
Ein Hinweis auf den Dampfer sei gestattet: Der Schornstein hat so einen netten Winkel. Das liegt daran, dass die Schiffe ihren Schornstein vor der Durchfahrt von Brücken einziehen bzw. abknicken. Macht manchmal einen hüllischen Rattatataquietschkrach und ist immer wieder ein Erlebnis!
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Dresden-Kalender: Juli 2005

Dresden Kalender 2005Glatt wie ein Spiegel gibt sich die Elbe nicht so oft, so dass sich Schloss, Hofkirche und Augustusbrücke nicht immer so nett im Fluss wiederfinden. Die Hofkirche ist das Gegenmodell zur (protestantischen) Frauenkirche. Friedrich August II. holte zum Bau den italienischen Architekten Gaëtano Chiaveri, der sich seine Bauleiter ebenfalls aus Italien mitbrachte. Nicht weniger als Sachsens größte katholische Kirche entstand – und es sollte Dresdens letzter Barockbau werden.
Die Dresdner, so scheint’s, hatten mit den Zugereisten (die im „italienischen Dörfchen“ lebten) allerdings offensichtlich Probleme: Nach zehn Jahren Bautätigkeit reiste Chiaveri 1749 mit dem Gefühl ungenügender Unterstützung ab. Natürlich führten andere das Werk fort, so dass es 1754 vollendet werden konnte. 4.800 Quadratmeter Grundfläche bietet die Kathedrale, in deren Innern eine Silbermann-Orgel, eine Kanzel von Permoser, ein Hochaltar von Anton Raphael Mengs und andere wertvolle Ausstattungsgegenstände zu finden sind.
In 49 Sakophagen der Katholischen Hofkirche ruhen die katholischen Kurfürsten und Könige Sachsens sowie deren engste Verwandte. Von August dem Starken ist nur das Herz hier begraben – er wollte in Krakau begraben sein, aber sein Herz sollte in Dresden die letzte Ruhestatt finden.
Die Kathedrale, die nach Chiaveris Vorstellungen der besseren Wirkung wegen schräg zur Augustusbrücke steht, nimmt eine Fläche von 4.800 Quadratmetern ein. 78 Steinfiguren, jede drei Meter fünzig hoch, schuf Lorenzo Mattielli: Die Apostel, Heilige und Kirchenfürsten schmücken die Ballustraden und Nischen der Kathedrale.
[Text bei mir geklaut]
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Dresden-Kalender: Juni 2005

Dresden Kalender 2005Das Blaue Wunder ist die Brücke zwischen den beiden Dresdner Stadtteilen Loschwitz und Blasewitz, über die man auch als Tourist wenigstens einmal gegangen sein muss. Die gerne erzählte Story, wonach die am 15. Juli 1893 eröffnete “König-Albert-Brücke” ursprünglich grün war und sich dann nach und nach wie von alleine blau färbte, stimmt offensichtlich nicht: Im Dresdner Anzeiger von 1893 wird die Brücke als blau beschrieben, und erst seit 1935 wird – nach einem Zeitungsartikel – die Mär vom Farbwechsel verbreitet.
Blau heißt die Brücke – deren offizieller Name heute übrigens Loschwitzer Brücke ist – also wegen der Farbe. Und Wunder? Weil dieser Stahlbau einfach genial gebaut ist! 296 Meter lang ist die Brücke, und die größte Spannweite beträgt 146 Meter. Claus Köpcke und Hans Manfred Krüger haben die Brücke entworfen. Und denke keiner, dass damals die Finanzierung einfacher war: 2,26 Millionen Mark hat sie gekostet – und wurde durch einen Brückenzoll (bis 1923) refinanziert.
Mehr Informationen bei VisitDresden, mehr Brückenbilder im PhotoBlog

Dresden-Kalender: Mai 2005

Dresden Kalender 2005Die drei Elbschlösser Schloss Albrechtsberg, Villa Stockhausen, Schloss Eckberg liegen (in dieser Reihenfolge, wenn man elbaufwärts fährt) zwischen Altstadt und dem Blauen Wunder am ehedem mit Wein bewachsenen Elbhang. Das Mai-Bild des Dresden-Kalenders ist vom Blauen Wunder aus aufgenommen – also mit Blick in Flussrichtung. Mehr Informationen bei VisitDresden – wo es seit zwei Monaten auch testweise ein PhotoBlog gibt…

Dresden-Kalender 2005: April

Dresden Kalender 2005Dresden ist die Stadt der Dörfer. Bei einer Fahrt durch die Stadt kommt man immer wieder in alte Dorfkerne, die ihren Charme erhalten haben. Altmickten hat so einen mit Linden und Pappeln bewachsenen Dorfkern, der auf ein sorbisches Dorf “Mitgen” zurück geht. 1378 erstmals erwähnt und mehrfach in seiner Geschichte abgebrannt, ist Altmickten heute mit Fachwerkhäusern und Bauernhöfen wunderbar renoviert – der Dorfplatz und seine Häuser stehen unter Denkmalschutz und sind Teil des Weltkulturerbes.
Altmickten ist nur Meter von Übigau elbaufwärts gelegen. Auf dem Elbweg vom einen ins andere Dorf lädt seit 1862 die Lindenschänke ein, die seit ihrer Neueröffnung 1998 nicht nur wegen ihres schattigen Biergartens wieder ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Dresden-Kalender 2005: März

Dresden Kalender 2005Schloss Übigau gehört in diesen Tagen meist nicht zum offiziellen Besuchsprogramm von Touristen – es ist mehr oder weniger dem Verfall Preis gegeben. Der barocke Bau (1724-1726 durch Johann Friedrich Eosander für den sächsischen Kabinettsminister Jacob Heinrich von Flemming errichtet) liegt zweigeschossiger an der Elbe, auf dem (linken) gegenüber liegenden Ufer führt eine Allee direkt auf das Schloss mit offener Bogenhalle an der elbseitigen Front des Obergeschosses und einer Figurengruppe mit sächsisch-polnischem Wappen. Die zweiflüglige Treppe zur Elbe bildete nach dem Schloss Pillnitz und dem Japanischen Palais eine dritte Anlegestelle für Gondeln des Hofes.
So richtig mit Fortune war das Schloss nie versehen: Das benötigte Grundstück wurde durch Enteignung der Bauern Rumpe, Adam, Wirthgen und Vogel gewonnen, und auch der erste Besitzer hatte nicht wirklich etwas von der schönen Anlage mit reich geschmücktem französischen Park, Orangerie und Springbrunnen: Noch während der Bauarbeiten interessierte sich Friedrich August I. für das Schloss und erwarb es 1726, erweiterte die barocke Gartenanlage noch und nutzte es für glanzvolle Feste.
Als der Hof 1831 kein Interesse mehr an Schloss Übigau hatte, begann eine wichtige Zeit für Übigau und das Schloss: Die Aktien-Maschinenbauanstalt-Gesellschaft zu Übigau erwirbt das Schloss, nebenan wird eine Fabrik für Dampfmaschinen errichtet. Johann Andreas Schubert, ein schlauer Kopf und Ingenieur, wirkt hier – auf sein Konto gehen Dampflokomotive und Dampfschiffe sowie die imposante Gölschtal-Brücke.
Viele weitere Fabriken hatten hier ihre Verwaltung: eine Dampfmühle, eine Branntwein- und eine Papierfabrik. Von 1886 bis 1921 betrieben Pächter im Schloss die “Schloßschänke Uebigau”. Um 1900 befindet sich das Schloss im Besitz der Dresdner Maschinengesellschaft und Schiffswerft AG, in der ein Teil der jetzt schon fast 2000 Übigauer arbeitete.
Bis in die 80er Jahre diente das Schloss mit den Resten des Parkgeländes dem “VEB Dampfkesselbau Übigau” als Verwaltungsgebäude. Die Wende ist dem Schloss nicht gut bekommen – bis heute verfällt es Jahr um Jahr mehr.
[Quelle: Übigau online]