Mein Name ist Mall – Pall Mall

Pall Mall
Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem ein Haufen Aufrechter auszog, einem auserwählten Kreis von Dresdnern das Fürchten zu lehren. Mit einem Wort: Flickrtreffen!
Wir hatten uns vorgenommen, nicht auffällig zu werden, was rund eine Stunde ganz gut ging. Dann wurden die Kameras gezückt, und die wilde „Ich knips Dich und Du knipst mich“ Orgie nahm ihren Lauf.
Doch auch in der Phase des „eigentlich sind wir doch nette Gäste und wissen uns zu benehmen“ gab es Auffälligkeiten. Da war beispielsweise Christoph, der die nette Kellnerin gerne angeredet hätte – aber Frollein ist ja out und einen Namen hatte sie vielleicht, aber er war uns nicht ersichtlich. Also hüstelte Christoph vornehm – und SIE reagierte. Christoph traute sich was und fragte: „Wie heißen Sie eigentlich?“
SIE zeigte, was unsereins echt selten erlebt, auf die Brust, und zwar die rechte. Dort stand „PALL MALL“, und etwas oberhalb lächelte es charmant.
Ich nannte sie sofort Pall, Christoph blieb beim irgendwie nicht kommoden „Frollein Mall“, Pall Mall herself zog ’nen Flunsch und murmelte etwas von „gottseidankgleichfeierabend“. Ihre Kollegin, die später kam – als wir schon dem kameraorgiastischen Geknipse verfallen waren, war auch nett und offensichtlich eine Schwester der ersten, denn auch sie hieß Pall Mall.
Wie die große Schwester war sie eher zerrüttet als gerührt von uns, konnte aber nicht einmal den Feierabend herbeirufen.
Die Tapas, die die Herrschaften zu sich nahmen, waren anregend, die Gespräche ebenfalls. Anwesend waren Christoph, Carsten, Alan, Dirk, Anja, Iris, Sylke, Ulrich und als Stargast für eine halbe Stunde der genius loci – Marlen. Sie hatte eines Nachts, als (anders als gestern) alle Kinder schliefen, ein Bild gemacht, das fortan alle oben genannten auch machen wollten. Zwischen Kindnichteinschlafenkönnen und Kindnichtweiterschlafenwollen erfreute uns also die Künstlerin mit ihrer Anwesenheit, dann ging sie mütterlichen Pflichten nach und wir mit Stativen und Blitzen zu den Bögen, die das Bild bedeuten.
Die Ergebnisse sind in einer eigenen Bildergruppe der staunenden und neugierigen Öffentlichkeit präsentiert. Wer es richtig genießen will und alt genug ist es im Platten(!)schrank zu haben, legt dazu „Will the Circle be unbroken“ auf.
Ja, so war das in der nunmehr dritten Folge der Serie: „Web 0.0: In Dresden machen wir nix virtuell!“

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3 Kommentare

  1. Na das ist ja wieder ein sehr gelungener Artikel über einen ebenfalls gelungenen Abend mit jeder Menge gelungenen Fotos!
    Und ein sehr schöner Titel!

  2. Wie immer super geschrieben. Vielleicht schaffe ich es ja auch noch, meinen Senf dazu zugeben (der „Web 0.0“ Platz bei Google will ja gepflegt sein ;-).

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