„Liebe Frau Bundeskanzlerin Merkel, lieber Herr Minister Seehofer,

leider kann ich seit geschlagenen 7,25 Stunden nicht dazu beitragen, daß Sie von mir als Unternehmerin Steuern erhalten können.

Aufgrund des Absatzfondsgesetzes (wir führen jährlich so um die 25,– bis 30,– Euro !!! in diesen Fonds ab) befindet sich seit den o.a. Stunden ein Prüfer in meinem Haus, der uns darin hindert unsere Arbeit zu tun. Es geht sogar soweit, daß bereits zwei Kunden erbost bei meinem Geschäftspartner in Düsseldorf anriefen, weil sie nichts bei uns bestellen können.“

(Original plus mehr: „Der Walther“ Weblog.)

Eberhard Burger wird Ehrendoktor der TU Dresden

Doch, er sei schon ein wenig nervös. Eberhard Burger, der als besonnener Baudirektor den Wiederaufbau der Frauenkirche souverän und viele Klippen umschiffend geleitet hat, ist zum Fototermin in den Beyer-Bau gekommen. Hier hat er vor 40 Jahren an der Fakultät Bauwesen Konstruktiven Ingenieurbau studiert – und ist nun das erste Mal wieder vor Ort.

„Hat sich ja gar nicht viel verändert!“, sagt er – und findet es gut. Klar, mit dem Kleinod Frauenkirche ist der Beyer-Bau nicht zu vergleichen – aber die durch Holz geprägten Hörsäle und die Architektur des von Martin Dülfer errichteten Beyer-Baus hat auch was… Und dass moderne Technik in die fast hundert Jahre alten Hallen gezogen ist, scheint eher selbstverständlich. Einem Eberhard Burger sowieso, der beim Wiederaufbau der Frauenkirche permanent im Widerstreit „alt-neu“ lebte, denn seit George Bährs Zeiten hat es im Bauwesen ungeahnte Fortschritte gegeben, die man durchaus auch berücksichtigt hat – ohne die Grundmaxime des archäologischen Wiederaufbaus zu leugnen. So gesehen ist der Titel der Festrede, die der dann frisch gebackene Ehrendoktor Burger am Freitag im Audimax des Hörsaalgebäudes halten wird, programmatisch: „Die Frauenkirche zu Dresden – Altes bewahren, Neues einbringen“.

Es ist nicht die erste Rede, die Burger im Hörsaalgebäude hält – während des Wiederaufbaus war er mehrfach zu Fachvorträgen da, um den interessierten Studenten den Baufortschritt zu erläutern. Es gibt also gar keinen Grund, nervös zu werden. Freilich: Dieses Mal steht nicht „seine“ Kirche im Vordergrund, sondern er. Und es ist ein feierlicher Rahmen, bei dem die Kammerphilharmonie unter Leitung von UMD Dr. Richard Hughey die Symphonie Nr. 3 in D-Dur von Franz Schubert spielen und der Ministerpräsident von Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt, eine Grußrede halten wird.

Die Veranstaltung ist öffentlich, einer Anmeldung bedarf es nicht:
Freitag, 10. Februar, 14 Uhr im Audimax, Hörsaalzentrum der TU Dresden, Bergstr. 64

Einen Beitag mit der Vita von Eberhard Burger in der Wikipedia gibt es jetzt auch…

Eröffnung

In Bärenstein (Osterzgebirge) wurde in der Galerie im Geißlerhaus die Ausstellung „Staring at the Sun“ mit Fotos von Dirk Jesse eröffnet. Sie ist noch bis zum April zu sehen – sonntags von 14 bis 18 Uhr und ansonsten nach Vereinbarung. Im Bild: An der Wand einige der Bilder, in der Mitte Anett Franz, die Galeristin, bei der Begrüßung. Ja, und sorry: Das ist so aus der Hüfte mit der Mobilquatsche geschossen!

Leuchttürme

Leuchttürme in DEin Leuchtturm wären sie gerne gewesen in der Wissenschafts-Landschaft, die 74 Universitäten, die sich mit insgesamt 319 Antragsskizzen um Graduiertenschulen, Excellenzcluster und Zukunftskonzeptionen bewarben. Nun haben Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat entschieden und die ihrer Meinung nach Besten benannt – die „Glorreichen Zehn“ nennt SpiegelOnline sie. Sieht man sich die Karte links (© SpiegelOnline) an und malt ein rotes Kreuz durch Deutschland, so bemerkt man eine sehr harmonische Verteilung der Excellenz: Unten rechts drubbelt es sich, wie die Westfalen das nennen, wenn es eng wird. Die anderen drei Quadranten sind für je ein Türmchen gut: Ein detaillierteres Konzept einreichen sollen die RWTH Aachen, FU Berlin, Universität Bremen, Universität Heidelberg, Universität Freiburg, Universität Karlsruhe, LMU München, TU München, Universität Tübingen und Universität Würzburg.
Haben die Leute im Norden, Westen und Osten keine Ideen? Oder shiet de Dübel immer aupn grauten Haupn?

Die TU Dresden hatte sich offensichtlich auch beteiligt und galt, wenn SpOn Recht hat, sogar als Favorit: „Zu den in dieser Runde gescheiterten Favoriten gehören die Humboldt-Universität Berlin sowie die Technischen Universitäten in Darmstadt und Dresden.“

Du bist Deutschland – und ich bin Klowand

Jean-Remy von Matt hat in der Werbeszene eigentlich einen Respekt-Namen. Den hat er sich gerade verspielt, indem er mit Unverdautem um sich wirft: Weil viele die Du bist Deutschland Kampagne eher lächerlich statt hilfreich finden, jammert von Matt herum, dass es nur so eine Art hat. Nachlesen kann man das in epischer Breite bei Jens Scholz und dann auch bei Thomas Knüwer, Björn Ognigeni, Patrick Breitenbach, .rob und Johnny Häusler (links bei meiner Erstlesequelle Martin Röll gefunden) – mir gefällt sehr, dass der Protagonist einer Kampagne gegen Miesepetrigkeit die denkenden, schreibenden und publizierenden Weblog-Macher der Miesepetrigkeit beschimpft: „Von den Weblogs, den Klowänden des Internets“ käme die Kritik. Und dann fragt er auch noch: „Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab.“ Tja, Herr Kollege, wenn das so ist – dann bin ich eben Klowand…

klowand
PS: Die passende Internetseite gibt’s auch schon: klowaende.de

Another view at the Sun

Jaja, mit englischem Titel, damit sich andere freuen! Hier kreuzen sich jetzt zwei Miteilungslinien, denn die Ausstellungen im Geißlerhaus im winterlich verschneiten Bärenstein (das im Müglitztal) bekommen den Zähler „plus 1“ – und die Fotoausstellung von Dirk Jesse, die bei Linde zu sehen war, geht auf Wanderschaft, wobei sie sich leicht verändert.
Am 21. Januar um 16 Uhr findet die Vernissage von „Staring at the Sun“ im Geißlerhaus statt. Der Einladung entnehme ich, dass ich die einführenden Worte sprechen werde (nein, im Ernst: Ich wusste es schon vorher 🙂 und Günter Mühle sein Cello mitbringen wird, um darauf zu spielen.
Die Ausstellung findet vom 22. 01. 2006 bis 09. 04. 2006 statt, und Einladende sind, wie stets, die um Kunst auf dem Land bemühten Anett und Karsten Franz.
Wenn jemand, der dieses liest, kommen möchte: Er oder sie ist hiermit im Namen des Künstlers und der Galeristen eingeladen.

„With lots of zeitgeist of the gone era“

Haiko Hebig aus Herdecke im Ruhrgebiet ist der unermüdliche Chronist sterbender Zechen. Mit beeindruckenden Fotos dokumentiert er Ãœberbleibsel einer längst vergangenen Zeit. Die Bilder „with lots of zeitgeist of the gone era“ kann man im Weblog verfolgen, sich aber auch an die Wand hängen: Als gedruckter Kalender 2006 in den Formaten A4 und A3. Da der im Printing-on-Demand-Verfahren quasi als Einzelstück hergestellt wird, nicht ganz preiswert (wer’s billig haben will, muss sich Dresden-Fotos selber ausdrucken :-), aber eben richtig zum An-die-Wand-Hängen-und-Ansehen.

Stallhof

Noch eins, dass es bei Flickr ganz hoch in die Interesting-Liste geschafft hat. Mittlerweile wohl etwas runtergerutscht und nicht mehr unter den ersten zehn, aber immer noch weit vorne dabei