Die Straßen in La Gomera sind – zum Leidwesen der dortigen Naturschützer und zum Wohl der herumreisenden Touristen – bestens ausgebaut. Die Entfernungen sind generell nicht groß, die Fahrzeiten aber lang: Eine Kurve folgt der nächsten, gerne auch als Straßenkehre um 180 Grad. Diese hier (ein Panorama aus drei Bildern) ist bei einem Mirador (Aussichtspunkt) oberhalb des Valle Gran Rey.
Archiv für November 2006
Straßenkehren
Mittwoch, 29. November 2006Mitbestimmung
Mittwoch, 29. November 2006
Wer viele Stimmen bekommt, erhält Ruhm, Ehre, Knete, Lensbaby und all das.
Also stimmt ab – ich geb’ bei Erfolg eine Runde!
San Sebastian
Montag, 27. November 2006La Gomera in Sicht! Wohltuend das Panorama der Inselhauptstadt San Sebastián de la Gomera: Keine Bettenburgen, nett eingebettet ins Tal, farbenfrohe und weiße Häuser. Die größte Stadt der Insel hat auch nur etwa 4.500 Einwohner und ist bei näherem Hinsehen keinen langen Aufenthalt wert – aber so als Einstimmung schon ganz OK!
Unser zugegeben nicht taufrischer Reiseführer (Baedecker, Gomera, 2. Auflage 2002) lockte uns an einem Mittwoch in die Stadt, weil es da angeblich einen wunderbaren Markt gäbe. Den scheint’s nicht mehr zu geben, er fand jedenfalls an “unserem” Mittwoch nicht statt. Marktfrei hatten wir alles Sehenswerte in einer Stunde durch – für eine Hauptstadt ein ordentliches Ergebnis! Auch nicht getestet: Das angeblich beste Restaurant der Insel, das Marques de Oristano. Also: Wiederkommen!
San Sebastian gilt als kulturträchtigste Stadt der Insel – hier ging am 12. August 1492 Christoph Kolumbus mit seinem Schiff vor Anker, um Wasser zu bunkern und (wie die Autorin Izabella Gawin unseres zweiten zuverlässigen Reiseführers, “Gomera” aus der Reihe “Reise Know-How” (3. Auflage Sept. 2005) zu berichten weiß) “noch einmal die weltlichen Freuden genoss”. Ach ja: Auch in jenem Buch ist Mittwoch noch Markttag…
Überfahrt
Donnerstag, 23. November 2006Die Fähre ist – nach den Füßen und dem Fahrrad – eins der gemächlichen Fortbewegungsmittel, die das Bewusstsein erweitern und die Menschheit aufteilen in solche, die alles huschhuschhusch an sich vorüber ziehen lassen und in solche, die die Welt um sich herum erfahren. La Gomera hat zwar einen Flughafen, aber der ist nur innerspanisch und somit nicht wirklich bedeutend – was gut ist. Denn die touristischen Massen belieben in Bettenburgen auf Teneriffa zu bleiben, und nur wenige trauen sich, einfach noch eine Fährfahrt an den schon langen Flug ranzuhängen. La Gomera hängt quasi dreifach an Teneriffa: Von Los Cristianos fahren drei Linien nach San Sebastian de la Gomera, wobei die Fähren von Armas die gemütlichsten Pötte sind. Wer also den Alltag wirklich hinter sich lassen will, wählt eben jene und genießt auf zahlreichen Außendecks Sonne, Wind, Ruhe, Salzluft. Die Alternative ist zweifach und nennt sich Express: Man sitzt drinnen, dafür geht es schneller und beim Garajonay Express erstens preiswerter und zweitens auf Wunsch auch weiter bis nach Playa de Santiago oder nach Vueltas im Valle Gran Rey.
Über Recklinghausen?
Donnerstag, 23. November 2006Air Berlin hat seit einigen Jahren in Nürnberg ein Drehkreuz eingerichtet. Das heißt: Was auch immer das Ziel meiner Reise ist – zuerst fliege ich nach Nürnberg. Aus nahezu der ganzen Republik flattern die weiß-roten AirBerlin-Jets ein, schütten die Touris aus, werden gereinigt und fliegen dann, mit neu verteilten Urlaubswilligen, ans eigentliche Ziel.
So weit gut.
Als Dresdner Billigflieger bin ich es ja auch gewohnt, mit dem Bus zum Flieger gebracht zu werden – aber als in Nürnberg ein Bus der Linie 205 nach Herne BF über RE-Süd auf uns wartete, war ich dann doch ein wenig verwirrt. Sollten wir wirklich????
“Nein nein, kein Grund zur Sorge!” beschwichtigte uns der Busfahrer, als er unsere leicht zweifelnden Blicke sah: “Wir fahren direkt zum Flieger!”
Charter Fluch
Mittwoch, 22. November 2006
Die Reihen eng, die Plätze alle belegt, das Essen eine Zumutung (hat jemals einer der produzierenden Köche das probiert?). Und nach der Landung wird geklatscht wie bei der Premiere, mit Zugabe-Beifall nach dem Spruch der Stewardesse (aka Flugbegleiterin, aka Saftschubse), man möge bitte sitzen und angeschnallt bleiben etc etc.
Aber preiswert sind sie, die Charterer…
Hermann Kokenge
Mittwoch, 01. November 2006
Habemus Magnificentiam: Prof. Hermann Kokenge wurde heute Nachmittag im dritten Wahlgang vom Konzil der TU Dresden als Rektor der TU Dresden wiedergewählt. Es war das dritte Mal, das das Konzil zur Wahl versammelt war, aber anders als bei Wahlgang Nummer eins und zwei hatte der Senat für heute eine echte Auswahl vorgeschlagen: neben Kokenge (Fakultät Architektur) die Professorin Ursula Schaefer (Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften) und Professor Winfried Killisch (Fakultät Forst-, Geo-, Hydrowissenschaften).
Glückwunsch also an den symphatischen Landschaftsarchitekten, der ein Mann mit Visionen und feinem hintergründigen Humor ist – was für den Weg zur Exzellenzuniversität, den er für die TU Dresden maßgeblich mit eingeleitet hat, ja nicht das Schlechteste ist!
Das Bild wurde während der Wissenschaftsshow “Superstars of Science” aufgenommen.



