Die Frauenkirche in Dresden wird Ende des Monats geweiht – das war absehbar und daher ist es kein Zufall, dass im Oktoberblatt des Dresden-Kalenders eben jene Kuppel zu sehen ist. Bei unterschiedlichem Licht ergeben sich immer wieder faszinierende Momente – und selbst wenn man sich der Stadt von weitem nähert, sieht man mit ein wenig Glück als erstes die imposante Kuppel George Bährs.
Und nun der monatliche Service:
Alle Einträge zum Kalender 2005 hier.
Mehr Bilder im Fotoblog.
Die eben und noch einige mehr bei Flickr – der Spielwiese mit Sinn…
Ein kurzer Text steht hier und ein etwas längerer bei den STIPvisiten.
Archiv für September 2005
Dresden-Kalender 2005: Oktober
Freitag, 30. September 2005Ich bin Europäer
Freitag, 30. September 2005Dieses ist ja kein klassisches Link-Blog, aber der Hinweis auf Don Dahlmann (mit weiterführender Literatur bei Johnny Haeusler) tut gut so kurz vor der Nachwahl.
Bilder gibt’s auch…
Kanzler Kaiser
Freitag, 30. September 2005

Wahlkrampf in Dresden 1: Alle sind nochmal hier, um sich der Stimme der letzten 219.000 (etwa…) zu vergewissern. Angie versucht’s in der Fussgängerpassage, der Kanzler kommt in den Fährgarten zum Oktoberfest, mit revolutionärer roter Raute und – hej, wer hätte das gedacht? – Roland Kaiser. Kaiser for Kanzler? Wäre ja mal eine ganz neue Lösung und hätte sicher viele Befürworter. Und genau so viele Auswanderer ![]()
Nett ist auch bei der Nachwahl, dass es eine quasi-Wahlempfehlung in der Sächsischen Zeitung gab, in einem Kommentar von Peter Ufer. Wer nämlich geschickt die große Koalition wählt, kann demnach der CDU ganz schön schaden: Erststimme “der Marlies” (wie der Kanzler heute mehr röhrte als sagte) von der SPD und Zweitstimme der CDU. Wenn die nämlich in Dresden 1 zu viele davon bekommen, dann haben sie eine Stimme weniger in Nordrhein-Westfalen (das ist das böse Spiel mit den Überhangmandaten, das nur Mathematiker wirklich verstehen).
Viele Dresdner haben wegen des langen Wochenendes briefgewählt, wir auch. Da hätten sich die Politikerinnen die Anreise sparen können…
Wie spricht man das???
Sonntag, 25. September 2005Neulich fuhren wir von Dresden gen Norden auf der Autobahn, und da gibt es eine Ausfahrt “Großräschen”.
Wie bitte spricht sich das denn nun, mein Häschen? Mit “sch” oder mit “s-ch”, so wie in “Sah ein Knab’ ein Röschen steh’n…”? Dabei gilt es natürlich nicht, wenn man immer “Röschn” nuschelt, ohne e und mit sch.
Einmal sensibilisiert, fanden wir im Spreewald dannn zuerst den Hinweis auf ein Hühnerei, zweifelsohne ein Ei vom Huhn. Aber was ist ein Imkerei? Genau: Falsch, denn es ist nicht ein, sondern eine Imkerei. Glottal Stop heißt das bei den Sprachwissenschaftlern, was wir zwischen Hühner und Ei schieben, es bei Imkerei aber besser sein lassen.
Zu Hause schrieb ich dann einen Beitrag über dies und das, aber auch über Frauen in Tracht. Ich nannte sie “betrachtete Frauen”, was meine kritische Erstgegenleserin aber sofort als “Frauen, die ich angesehen habe” interpretierte…
(Hoffentlich nimmt das jetzt niemand zum Anlass für eine Rechtsprechreform…)
150 Jahre Sempergalerie
Sonntag, 25. September 2005
Am 25. September 1855 eröffnete das “Neue Königliche Museum zu Dresden” – nach den Plänen von Gottfried Semper gebaut und vielen besser bekannt als das Gebäude, in dem die Alten Meister zu Hause sind. Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister, als deren Glanzstück Raffaels Sixtinische Madonna gilt, ist eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. Jahrhundert (von der Früh-Renaissance) bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. In der Sempergalerie am Zwinger, die zuletzt nach einer mehr als vierjährigen grundlegenden Rekonstruktion zur Erhaltung der historischen Bausubstanz im Jahr 1992 wiedereröffnete, sind mehr als 760 überaus wertvolle Gemälde ausgestellt. (weiterlesen…)
Kartoffelernte
Samstag, 24. September 2005Das im vorigen Beitrag abgelieferte Spreewald-Bild könnte den Eindruck hinterlassen, dass man sich da auf dem Acker dem Alkohol hingibt. Das stimmt, aber – es wurde auch gegessen! getanzt! und geackert: Wie früher, in mühsamer Handarbeit, haben die Mitglieder des Heimat- und Trachtenvereins Burg e. V. sich “in Arbeitstracht mit Korb und Kartoffelhacke zum traditionellen Kartoffelhacken” (wie es im offiziellen Pressetext heißt) eingefunden. Ein schönes Bild, und glaubt’s mir: Solche Kartoffeln schmecken besser, zumal die Bauern im Spreewald auch noch Adretta anpflanzen.
Die ist mehlig-kochend, was nicht in ist – aber zu Kartoffelpü oder zu Kartoffelpuffer lassen die sich gut zermantschen – und wenn man 1. beim Kochen aufpasst (”keine Minute zu lang!” sagt der Schwiegervater, der Adretta im Garten hat) und 2. nicht zu viel Wasser beim Kochen in den Topf gibt (”mehr dämpfen als kochen!” sagt der Verkäufer auf dem Fest in Burg), dann gibt die Adretta die beste Kartoffel für Gerichte mit Sauce ab. Also ein Fall für Gulasch, Rouladen, Braten! (weiterlesen…)
Koksen im Spreewald
Samstag, 24. September 2005Am Morgen zwei Koks, und der Tag ist dein Freund. Reimt sich nicht, stimmt aber wie beim Original, wo es der Joint ist und nicht der Koks. Wie ich heute ans Koksen kam, ist eine nette Geschichte, die mit einem unverfänglichen Ausflug in den Spreewald beginnt. Auf der Suche nach einem Picknick-Platz für einen geplanten Ausflug fuhren wir über uns nicht bekannte Straßen, als rechter Hand plötzlich ein Häuflein betrachteter Frauen in der Erde wühlte. Natürlich gab es eine Notbremsung, ich entschwand mit der Kamera Richtung working ladies. Auf dem Weg dahin wurde ich sanft aber bestimmt angehalten: Ob ich Koks wolle… (weiterlesen…)
Mit Sahne…
Freitag, 23. September 2005…zitierte Tim Mälzer gerade bei Kerner irgendjemand, “schmeckt sogar ein Sofa geil”.
Lecker Rezepte, vielleicht was für nächsten Mittwoch?????
Herbstanfang
Freitag, 23. September 2005Victoria? Riesig!
Mittwoch, 21. September 2005Aus der Serie “Merkwürdigkeiten, von denen keiner eine Ahnung hat” heute die Folge “Die Riesenseerose Victoria”. Auf der Seite der TU Dresden fand ich heute eher zufällig den Hinweis auf die Riesenseerose Victoria. Seit 150 Jahren blüht die jedes Jahr im Botanischen Garten von Dresden auf – und jede Blüte tut dies nur an genau zwei Tagen oder besser, weil genauer: in zwei Nächten. Die eine Nacht blüht Victoria weiß, die andere rot. Das Tropenhaus Victoria (aha, daher der Name!) hatte heute bis 22 Uhr geöffnet, damit man sich die weiße Phase ansehen konnte. (weiterlesen…)




