Archiv für August 2005

Dresden-Kalender: September 2005

Mittwoch, 31. August 2005

Dresden Kalender 2005Dachlandschaften üben ihren eigenen Reiz aus – die von Schloss Pillnitz ganz besonders, weil sie erstens einen Hauch von Fernost ausstrahlt und sich zweitens ziemlich häufig vor gewitterblauem Himmel präsentiert. Freundlicherweise gehen diese Gewitter meistens so schnell wie sie gekommen sind.
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Mehr Bilder von Pillnitz? ‘türlich!
Ein kurzer Text zu Schloss Pillnitz? Gerne!

Studie: Weblogs als PR-Tool

Dienstag, 30. August 2005

Jaaaa – wenn das so ist, dass die meisten gar nicht wissen, was das ist…

News aktuell und Mummmert Communications haben untersucht, welche Rolle Internet-Tagebücher – so genannte Weblogs – heute bereits in der PR-Arbeit spielen. In ihrem aktuellen ‘PR-Trendmonitor’ befragten sie dazu Pressesprecher und Agenturen. Danach ist gut ein Viertel der Ansicht, dass Weblogs ein wichtiges Thema sind. Ebenfalls gut ein Viertel hält Weblogs dagegen lediglich für eine Modeerscheinung. Stark ausgeprägt ist die Unwissenheit: Jeder fünfte Befragte weiß überhaupt nicht, was ein Weblog ist. Insgesamt nahmen 2.467 Fach- und Führungskräfte an der Erhebung teil.

…dann gibt’s ja noch ne Menge zu tun!
[hier gefunden, da steht's]

Spatenstiche

Sonntag, 28. August 2005

Spaten
Alte Spaten symmetrisch angeordnet (und, wenn man sie nicht von oben wie hier ansieht, auch noch gespiegelt) sind einer der optischen Reize der Ausstellung
“Bewegtes Land” in Großräschen. Die Ausstellung ist Teil der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land, die die Wandlung der Lausitz vom Braunkohletagebau-geprägter Mondlandschaft zu attraktiver Freizeit-Landschaft begleitet. Ein interessantes sehenswertes Projekt und ein Geheimtipp für einen Kurzurlaub schon jetzt, wo vieles noch Vision ist

Kunst in Bärenstein

Sonntag, 21. August 2005

Galerie im GeißlerhausBärenstein im Erzgebirge ist eine Stadt, die nicht zu kennen nicht schlimm ist. Es ist, liebe Pisa-Kinder, übrigens die kleinste Stadt in Sachsen, was aber außer den ungefähr tausend Bärensteinern keiner weiß. Vielleicht war sie es ja auch nur und das Schild auf dem Markt und die Titelzeile der Webseite sind nicht aktuell, denn seit Januar 2004 gehört Bärenstein nämlich als Stadtteil zu Altenberg.
Egal, denn eigentlich wollte ich etwas ganz anderes erzählen. Seit gestern gibt es in Bärenstein nämlich eine Galerie. Die Galerie im Geißlerhaus ist die Privatinitiative von Anett und Karsten Franz. Er ist Bauingenieur und Bärensteiner, sie ist Lehrerin und Künstlerin und – da mit Karsten verheiratet – mittlerweile auch Bärensteinerin.
(weiterlesen…)

Distanz

Sonntag, 21. August 2005

“Allgemeine inhaltliche Verantwortung:
Wir distanzieren uns von allen Inhalten der Seiten, die über Links von dieser Seite aus erreichbar sind.”

Schön, wie die Bärensteiner Stadtverwaltung sich von allen Inhalten distanziert. Fragt sich nur, warum sie dann überhaupt drauf linken. Wahrscheinlich haben sie es nicht verstanden, was sie da machen…

Umgezogen

Mittwoch, 17. August 2005

Ich bin mit einem Großteil der Domains umgezogen – von einem Provider, der das Wort Support so buchstabiert:
u-n-h-ö-f-l-i-c-h-u-n-d-i-n-k-o-m-p-e-t-e-n-t zu HostEurope, die ich bei einem anderen Job (die Seiten habe ich gemacht) schon kennen und schätzen gelernt hatte…
Wenn hier also irgend etwas ruckelt: Bitte um Nachsicht!

12. August: It’s Raining…

Freitag, 12. August 2005
Weesenstein

Heute vor drei Jahren war, mit Verlaub, ein ziemliches Mistwetter. Es hatte seit Sonntag Nachmittag in Dresden geregnet, den ganzen Montag über. Ich fand’s nur doof und stellte am Nachmittag mit iTunes eine CD zusammen: 50 Titel rund um Scheißwetter. Abends fuhren wir mit einem Freund in die Neustadt ein Restaurant testen. Von der Flutkatastrophe wussten wir noch nichts.
Das Wissen kam erst am folgenden Tag – mehr noch als aus den anfangs zögerlich berichtenden Medien denn aus Anschauung: Wasser im Hauptbahnhof, Wasser auf den Straßen – und alles nichts im Vergleich zu dem, was in den Tälern der Müglitz zwischen Glashütte und Dohna und der Weißeritz passiert war.
In den Tagen darauf offenbarte sich das ganze Ausmaß der Katastrophe, nicht nur in Dresden und Umgebung…
Heute, drei Jahre später, waren wir in Glashütte und Weesenstein. An der Müglitz wird vielerorts noch gebaut, der seinerzeit überflutete und verschlammte Weesensteiner Park ist nur zur Hälfte fertig, an den Häusern im Tal sieht man eher nichts – es sei denn, den frischen farbigen Anstrich.
[Tagebuch-Texte und Bilder aus der Zeit im Flut-Special]

Arbeitsergebnisse (II): Mobile Computing

Freitag, 12. August 2005
Prospektausschnitt

Für einen Dresdner Computerhändler sollte ich einen Flyer machen, in dem es um Mobilität beim Computern geht. Drahtlos, auch fern vom Büro oder der heimischen Couch (dort gibt’s ja eh schon WLAN), an Informationen zu kommen ist das Ziel – und die Lösung, den mobilen Laptop inkl. T-Mobile Multimedia Net Card GPRS/UMTS, sollte nun Dresdner Unternehme(r)n vorgestellt werden.
Weil die Bilder-Datenbanken die von Senas vorgestelllte (und dort, ähm, käuflich zu erwerbende) Lösung Fujitsu-Siemens-Computer nebst T-Mobile Card nicht anboten, entschloss ich mich kurzfristig zur Selbsthilfe: Dedea kleidete sich trotz Urlaubs business-like und wir zottelten mit Laptop, NetCard und Kamera durch Dresden, um unsere Mobilität zu demonstrieren.
Gestern ist der Flyer fertig geworden, demnächst liegt er der IHK-Zeitschrift bei. Gewinnen können auch Nichtleser(innen): Die ungeheuer schwere Frage steht nämlich online

Arbeitsergebnisse (I): Feinschmecker

Freitag, 12. August 2005

Der aktuelle Feinschmecker ist, wie jedes Jahr in dieser Angelegenheit, wieder einmal Nummer eins: Die besten Restaurants heißt die Beilage, die von gut-und-gern-Essern (und Esserinnen, natürlich) sowie den Köchen und Köchinnen der Nation sehnlich erwartet wird. Als erster von mehreren bundesweit angesehenen Guides zum feinen Essen signalisiert die Broschüre mit 600 Adressen schon einmal, wo es lang geht und wo man anhalten sollte (im Herbst kommt dann das weit umfangreichere Buch heraus).
Wie in den vergangenen Jahren waren wir als Tester im Raum Dresden unterwegs – mit der üblichen Gewichtszulage, aber das bekommen wir schon wieder in den Griff… Im besten Restaurant Sachsens, dem Carousel mit Chefkoch Stefan Hermann, haben wir allerdings nicht zum Testen gegessen – weil Birgit dort im Hotel arbeitet und wir nicht wirklich unbefangen sind :-)
Bei der Gelegenheit: Wenn wir uns anmelden, machen wir das unter fremden Namen – damit sich die Chefs nicht auf den Besuch vorbereiten können. Und einladen oder bestechen lassen wir uns auch nicht: Wenn’s schmeckt, dann schmeckt’s, wenn etwas nicht stimmt, dann sind wir knallhart und schreiben das auf!

F – wie Fürst Pückler Park

Sonntag, 07. August 2005
Pückler Park Bad Muskau
Pückler Park Bad Muskau

Selbstverständlich muss der Mann, wie wir heute despektierlich sagen würden, einen Hau gehabt haben. Aber mal ganz ehrlich: Sind es nicht immer die Verrückten, die die Welt verändern und voran bringen? Normalos werden (nochmals pardon, und Sie sind natürlich die Ausnahme, werter Leser!) lieber Beamter.
Hermann Fürst von Pückler-Muskau war kein Beamter, sondern ein Exzentriker und ein Genie. Pückler lebte 1785 bis 1871 und wurde vor nicht allzu langer Zeit trefflich in der Zeitschrift GEO portraitiert.
Bad Muskau liegt, normale Geografie-Kenntnisse unterstellt, am Ende der Welt. Wer es suchen will: Berlin, rechts nach Cottbus, runter nach Görlitz – zwischen den beiden Letztgenannten liegt Muskau an der Neiße. Hinterm Fluss beginnt Polen – und dort liegt der größte Teil des Gartens. Seit 1991 wächst hier wieder zusammen, was in Jahren sozialistischer Bruderlandfreundschaft zuwucherte: Die alte Idee des Landschaftsparks im englischen Stil, die Pückler mit enormem Elan und unter Verlust all seiner finanziellen Mittel (inklusive der seiner reichen Frau) realisiert hat, wird wieder – und es macht Spaß, dem zuzusehen.

“Gebäude sollten nie ganz frei gezeigt werden, sonst wirken sie wie Flecken, und stehen als Fremdlinge, mit der Natur nicht verwachsen da. Das halb Verdeckte ist ohnehin jeder Schönheit vorteilhaft, und es bleibt in diesem Gebiete immer der Phantasie noch etwas zu errathen übrig. … Gebäude sollen mit ihrer Umgebung in sinniger Berührung stehen.” Schrieb Pückler 1834, und er hatte Recht! Auch sonst sind die Notizen und Gedanken Pücklers keineswegs veraltet, sondern immer noch lesenswert, auch wenn die alterthümliche Sprache uns fremdelt. Und viele seiner Anmerkungen sind zwar für den Gartenbau gedacht, aber auch sonst nicht ohne Nutz und Frommen: “Die große Kunst und Schwierigkeit bei Anlegung eines Parks ist aber, (…), verhältnismäßig wenig Dinge so zu benutzen, dass sie viele und ganz verschiedene Bilder geben.”
Die Pücklerschen Landschaftsgärten sind bis ins Detail geplant, nichts ist dem Zufall überlassen – und doch wirkt das Zusammenspiel von Wasserläufen, Seen, Wegen und Anhöhen wie aus einem Guss gewachsen. Über 800.000 Bäume und reichlich 42.000 Sträucher machen den Park, der in nur drei Jahren entstand, zum größten Europas im 19. Jahrhundert.
Seit 2004 gehört der Fürst-Pückler-Park zum Weltkulturerbe.
[auch bei den STIPvisiten]