Jugendweihe

JugendweiheDem Westen (bzw. den Westlern) immer noch so suspekt wie den ungetauften Ostlern die Heilige Kommunion und die Konfirmation: die Jugendweihe. Auch die Umbenennung in Jugendfeier macht’s nicht anders. Doch wenn man als gelernter Wessi mitmacht, ist es einfach nur nett…
Gefeiert wird, wo immer Platz ist. Die Albert Baur Halle in Belzig war Ort der Feierlichkeiten am Vormittag und am Abend Treff für eine Gruppe – mostly outside, bei dem Wetter ganz klar! im Bild spiegelt sich die Jugendgeweihte mit den Anverwandten im Hintergrund vor dem offiziellen Plakat zur Feier.

Vier mal live! Zehn Interviews!

Heute Abend gab es zum vierten Mal “Hellerau meets Internationals” – in den unvergleichlich schönen Hellerauer Werkstätten bei traumhaften Sommerwetter. Da ist ja schon fast egal, was da geboten wird – solange es was zu essen und zu trinken gibt!
Doch unter lauem Sommerabendhimmel dräute Schlimmes: Moderatorin Anja Petzold glaubte, dem Publikum die Zeit verkürzen zu müssen. So auch, als die Band von Mary N. (sie sagte immer “Märie Änn”, aber wir kennen die Siegerin des Grand Prix d’Eurovision von 2002 ja!) stimmte. Da schwadronierte Frau P. und erzählte, dass Marie N. eine ganz tolle Sängerin sei, die vier Mal pro Woche live auftritt und zehn Interviews gibt. Außerdem singt sie auch Jazz, weil sie eine ganz besondere Sängerin ist und vier Mal pro Woche auftritt, live natürlich. Und dass sie verschiedene Sprachen spricht, nämlich ganz viele, ungefähr fünf, darunter auch französisch. Und italienisch – die Sprachen der Moden. Und übrigens: Sie tritt vier Mal die Woche live auf! Und da singt sie gerne Jazz!
Und so redete und redete sie und ging allen am langen Biertisch auf den Senkel.
Glücklicherweise folgte dann der Auftritt ganz rasch – und die eigentlich sehr hübsche (ich gebe freiwillig 5 Euro in die Chauvi-Kasse) Marie N. kam vielen Zuschauern kopflos vor! Luftballons, von den lieben Kleinen, die zu solchen Festen am Abend ja gehören wie zu viel Salz in der Suppe, hoch gehalten, verdeckten das Gesicht. So blieb die Musik (in der Tat Jazz, nett für einen Nightclub und schwer für ein gemischtes Open-Air-Fest-Publikum) und das nette Wetter.
Ach ja: Eigentlich war der Moderatorenvortrag nur gut abgelesen. Usedom exklusiv hatte 2002 ein Interview (wie wir wissen: eins von zehn pro Woche!) gedruckt, das man nachlesen kann…

Köche Oscar Hamburg

Zum zweiten Mal wurde in Hamburg am Samstag der “Köche-Oscar” verliehen. Bei dieser Veranstaltung kochen die besten Köche der Region – ein jeder einen Gang. Wer die besten Köche sind, wird keineswegs erwürfelt – und wer der Beste der Besten ist, ist Kennern (wie auch Kennerinnen!) der Szene schon vor der Gala kein Geheimnis: Gustav Volkenborn wertet jedes Jahr akribisch die sechs bedeutendsten und unabhängig arbeitenden Restaurant-Guides aus, wichtet die unterschiedlichen Bewertungen und kommt somit zu einem in der Szene anerkannten Ranking.
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Hotels in der Neustadt

Stadt Leipzig Bülow-Residenz
Am Wochenende waren wir mit Stefan Hermann – Chefkoch im Caroussel und nach der von Gustav Volkenborn zusammengetragenen Liste der sechs wichtigsten unabhängigen Restaurant-Guides bester Koch Sachsens – in Hamburg zur dortigen Köche-Oscar-Gala: Stefan Hermann hat in Sachsen den Köche-Oscar dreimal hintereinander gewonnen und war Ehrengast auf der Hamburger Gala (dazu mehr im eigenen Beitrag). Da Birgit (die für das Hotel das Marketing macht) auf der Gala die Bülow-Residenz und Dresden vorstellte und dies unter anderem mit einer Show von Dresden-Bildern (alle auch im neuen Fotoblog!) unterstützte, hatte ich am Morgen vor der Abfahrt noch einige Bilder des Hotels für die Show gemacht – und weil Zeit war, gleich um die Ecke das dem Verfall preisgegebene ehemalige Hotel Stadt Leipzig mit aufgenommen – ein interessanter Kontrast. Und nicht vergessen: 1989 sahen in der Neustadt die alten Häuser alle so aus. Auch das 1730 als Wohnhaus für einen Regierungsbaurat entstandene Haus, in dem seit 1993 die Bülow-Residenz als 5-Sterne-Luxushotel ihre Gäste begrüßt, sah vor der Wende nicht besser aus…

Oh, it’s me :-)

You know...Dirk hat mal wieder sein Archiv durchforstet und zugeschlagen: Ich finde, dass ich viel zu düster aus der Wäsche gucke, aber bin natürlich froh, einen Foto-Biographen gefunden zu haben! Wenn er erst mal all die heimlich gemachten Bilder unserer gemeinsamen Koch-Abende auswertet, sehe ich alt aus: Doppelkinn und Bauch erklären sich dann wie von selbst…

Juhnke als Knef

Was wir am iPod so lieben, sind die Unwägbarkeiten, wenn er aus 7.777 Titeln zufällig welche zum Frühstück serviert. Heute lief “My Way (Carribbean Sea Mix)” – und die Dame des Hauses fragte in pfingstlicher Unschuld: “Wer singt denn da? Die Knef?”
Nein – es war Harald Juhnke! Listen to her, babe!

Mai-Essen

In voller BlüteHurra, wir haben oft genug zusammen gesessen, um es eine Tradition zu nennen! Heute beim Männerkochkurs: Frühlingssuppe mit Lachs (Lerneinheit: Der Fisch gart, während die Suppe zum Gast gebracht wird), Steak und Spargel mit Sauce Bearnaise, Sauce Choron und Steaksaftsauce – mit neuen Kartoffeln, natürlich. Marinierte Erdbeeren mit Vanille-Eis. Dazu zwei Weißweine, einer (wie immer im Mai) aus Südafrika mit dem aktuellen Jahrgang – erstaunlich frisch fruchtig lecker.
Das Bonmot des Abends kam von Kochkurskarsten (kkk): “Wenn du die Spargelschalen kochst wegen der Suppe und so – da bleibt doch viel Sand im Topf. Kann man das Wasser nicht einkochen und den Sand dann essen?”
Und zur Hebung des Bildes von Bauingenieuren in der Öffentlichkeit trug erheblich bei, dass das Abschneiden von Spargelstangenenden vorbildlich organisiert und durchgeführt wurde – natürlich von den beiden Bauingenieuren Dirk und Karsten.