Archiv für März 2005

Jäger in der Neustadt

Sonntag, 27. März 2005

JägerhofVon den meisten Touristen übersehen wird das Museum für Sächsische Volkskunst, in dem zu den großen Festen Weihnachten und Ostern immer sehenswerte Ausstellungen zur Jahreszeit zu sehen sind. Das Museum ist im Jägerhof untergebracht, einem über 400 Jahre alten Gebäude unweit des Goldenen Reiters.
1568 hatte Kurfürst August den Jägerhof auf einem alten Klostergelände errichten lassen. Nach mehrfachen Erweiterungen 1582 / 1611 und später unter Kurfürst Johann Georg I wurde der Jägerhof im Juli 1617 eingeweiht. Das Gebäude im Renaissance-Stil ist mit Giebelschmuck und Skulpturen versehen.
Das Museum für Sächsische Volkskunst ist seit 1913 im Jägerhof zu Hause – der schon lange nicht mehr vor den Toren der Stadt liegt, sondern mitten drin.

Don’t Panic: Frühjahrshochwasser

Sonntag, 20. März 2005

Hochwasser Kein Grund zur Aufregung – das ist im Frühjahr immer so in Dresden: Der Schnee schmilzt, die Bäche, Flüsschen und die Elbe führen Hochwasser. Das Dresdner Terrassenufder ist eigentlich jedes Jahr um diese Zeit wegen Überflutung gesperrt – es liegt besonders tief. Natürlich kommen nach der Katastrophe im August 2002 dunkle Gefühle auf – aber die Großwetterlage war da eben eine ganz andere – zwischen außergewöhnlichen Jahrhundertereignissen und eher normalen Jahreszeitenerscheinungen ist eben (glücklicherweise) ein Unterschied.

team vs. meme

Freitag, 18. März 2005

There’s no “I” in “team” but there are two “me”s in meme.
Sagt David Weinberger.

Danke, Holle und Petrus!

Freitag, 18. März 2005

Nur so, da es ja sonst keine(r) zu würdigen weiß: Andernorts hört man auf mein Gemecker! Einen Tag nach dieser Veröffentlichung wurde es war. Nun sind es morgens um neun schon sechzehn Grad, mal scheint die Sonne, mal frühjahrsregnet es sanftwarm – insgesamt genau so, wie es sein muss. Martin hat es auch schon entdeckt, und bei Dirk ist es sicher nur eine Frage der Zeit – ich weiß, er jiepert auf neue Motive :-)
Die Tür zu unserem Subway steht wieder weit auf, und schon kommen die Bummler wieder mehr rein – ich liebe es!

Wladimir Kaminer umsonst aufs Ohr

Donnerstag, 17. März 2005

Kaminers LexikonWladimir Kaminer ist ein wunderbarer Autor und ein genialer Vorleser. Während ich schon das eine oder andere Audiobuch im iTunes Shop oder bei Audible gekauft habe, kommt Kaminer mit seinem unvergleichlichen Russendeutsch (ok, unser Sandwich Artist Alexander klingt ähnlich, also nicht unvergleichlich, sonern eher bemerkenswert!) jetzt jeden Donnerstag umsonst aufs Ohr: Sein „Lexikon der deutschen Merkwürdigkeiten“ erscheint regelmäßig donnerstags als fünfminütiger Beitrag im Audibleblog. Folge eins behandelt die Autobahnkirche (aber es geht eigentlich um ganz viel anderes…). Anhören!

Sterne-Wurst

Donnerstag, 17. März 2005

Wurstverkäufer Weil er eine Sports-Wette verloren hatte, musste Ralf Kutzner, Direktor des Dresdner Nobelhotels “Bülow-Residenz” gestern vor dem Spiel Dynamo Dresden – 1. FC Köln Bratwürste verkaufen – insgesamt mehr als 500. Zubereitet hatte die Bratwürste am Morgen Sachsens bester Koch Stefan Hermann vom Restaurant „Caroussel“. Für zwei Euro die Wurst – Senf, Ketchup oder “beides” inklusive – gingen die schmackhaft gewürzten Bratwürste vom Rost. Der Reinerlös kommt der Dynamo-Jugend zu Gute.

Hej, Du, Petrus! Hallo Frau Holle!

Sonntag, 13. März 2005

Hirsch in MoritzburgKönnt Ihr beiden Euch nicht einmal von hinnen trollen? Langsam nervt’s, die Sache mit Schnee und Winter und so. Frühlingsgefühle wollen kommen, da passt die Kälte nicht! Und mal ehrlich – immer mal antauen und dann wieder überfrieren lassen – das ist doch ein Deal mit der Karosserie-Reparatur-Branche, oder? Gefällt mir kein bisschen! Seht Euch doch diesen Hirsch an, wie der in Moritzburg am Teich mit dem Leuchtturm sich der Sonne entgegen streckt. Gönnt es ihm. Und den anderen. Also tschüss dann, bis zum Advent!

Angst vor Karl May?

Sonntag, 13. März 2005
Karl-May-Bar

Karl-May-Bar

Karl-May-Bar

Karl-May-Bar

Die Karl-May-Bar im Taschenbergpalais ist eine Bar wie man sie sich vorstellt in einem vornehmen Hotel: Mit Sitzmöbeln aus schwerem Leder, irgendwie gediegen – und oft leer. Warum nur, fragt man sich, wo doch die Jungs hinter der Theke nicht auf den Mund gefallen sind und die Cockteils auch nicht so viel teurer sind als in anderen Bars.
Vielleicht liegt’s ja daran, dass man mit Karl May als Namensgeber und Ideenlieferant für die großflächigen Dekorations… ja, nennen wir es mal: Gemälde nicht unbedingt den Brüller schlechthin gefunden hat. Als das Taschenbergpalais am 31. März 1995 mit dem Grand Opening offiziell eröffnete, lag die Bar noch um die Ecke und hieß “Allegro” – was zumindest zum Stil des Hauses mit seinem Restaurant “Intermezzo” passte. Damals (nein, keine Silbe zu “guten alten Zeiten” – nur zur Erinnerung ein paar Facts) gab es noch live Musik, unter anderem mit der legendären Manda Vincent – heute Abend klimperte das Piano computergesteuert allein vor sich hin. Leider konnte sich kein Mensch die bunt aufleuchtenden Tasten ansehen – war ja keiner da…

Miró im Taschenbergpalais

Sonntag, 13. März 2005
Miró

Miró

Ostern ist – wenn die Galerie Walentowski im Dresdner Taschenbergpalais eine Ausstellung mit Werken berühmter Künstler veranstaltet. Und da hängen dann in der ehemaligen Hauskapelle des Palais die Bilder eng an eng und natürlich zum Verkauf angeboten, denn Walentowskis sind ja Galeristen, die davon leben…
Tout High Society pflegt alljährlich zur Vernissage zu pilgern, rund 600 Gäste füllen den Saal. Insider kennen das, lassen sich sehen und ersparen sich die Festreden: In der engen Hauskapelle ist während des offiziellen Aktes (und vor allem während des kleinen Imbisses, der zum Schluss als Dank fürs Durchhalten gereicht wird) noch Platz. In diesem Jahr kann man Mirós grafisches Werk ansehen und mit nach Hause nehmen. Schön für den Galeristen und nicht so lustig für die braven Gäste, dass dies schon während der Ausstellungseröffnung reichlich stattfand.
Macht doch nichts – dann werden eben andere der rund 200 Originalgrafiken des spanischen Malers aus den Jahren 1930 bis 1980 in der Hauskapelle des Taschenbergpalais aufgehängt. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Mai 2005 täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Moritzburg im Schnee

Sonntag, 06. März 2005

Moritzburg im SchneeSchloss Moritzburg ist hier schon mehrfach als Ziel winterlicher Wanderungen genannt worden. Die Teichlandschaft rund um das Schloss bietet sich eben an zum genüsslichen Wandern oder Schlittschuhlaufen. So schaffte es dann im März – wo hier zu Lande kein Bauer daran denkt, die Rösslein anzuspannen – nochmal ein Schneebild ins Blog. Wobei ich zugeben muss: Frühling und Wärme wärenmir lieber – und die winterlichen Bilder des Dresden-Bildschirmschoners wandern in die Sommerpause…
(Komisch… die sommerlichen dürfen auch im Winter bleiben!)