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	<title>Aufgelesen &#187; Urlaub A-Z</title>
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	<description>Anmerkungen zu Allem. Von Ulrich van Stipriaan.</description>
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		<title>F &#8211; wie Fürst Pückler Park</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2005 16:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
Selbstverständlich muss der Mann, wie wir heute despektierlich sagen würden, einen Hau gehabt haben. Aber mal ganz ehrlich: Sind es nicht immer die Verrückten, die die Welt verändern und voran bringen? Normalos werden (nochmals pardon, und Sie sind natürlich die Ausnahme, werter Leser!) lieber Beamter.
Hermann Fürst von Pückler-Muskau war kein Beamter, sondern ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px"><a title="PÃ¼ckler Park Bad Muskau" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/sichtachse_1702.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_sichtachse_1702.jpg" alt="PÃ¼ckler Park Bad Muskau" /></a><br />
<a href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/eichsee_1734.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_eichsee_1734.jpg" alt="PÃ¼ckler Park Bad Muskau" /></a></div>
<p>Selbstverständlich muss der Mann, wie wir heute despektierlich sagen würden, einen Hau gehabt haben. Aber mal ganz ehrlich: Sind es nicht immer die Verrückten, die die Welt verändern und voran bringen? Normalos werden (nochmals pardon, und Sie sind natürlich die Ausnahme, werter Leser!) lieber Beamter.<br />
Hermann Fürst von Pückler-Muskau war kein Beamter, sondern ein Exzentriker und ein Genie. Pückler lebte 1785 bis 1871 und wurde vor nicht allzu langer Zeit trefflich in der Zeitschrift <a href="http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/2004_04_GEO_pueckler/index.html?linkref=geode_teaser_toc_text&amp;SDSID=73975900000011123428190">GEO</a> portraitiert.<br />
Bad Muskau liegt, normale Geografie-Kenntnisse unterstellt, am Ende der Welt. Wer es suchen will: Berlin, rechts nach Cottbus, runter nach Görlitz &#8211; zwischen den beiden Letztgenannten liegt Muskau an der Neiße.  Hinterm Fluss beginnt Polen &#8211; und dort liegt der größte Teil des Gartens. Seit 1991 wächst hier wieder zusammen, was in Jahren sozialistischer Bruderlandfreundschaft zuwucherte: Die alte Idee des Landschaftsparks im englischen Stil, die Pückler mit enormem Elan und unter Verlust all seiner finanziellen Mittel (inklusive der seiner reichen Frau) realisiert hat, wird wieder &#8211; und es macht Spaß, dem zuzusehen.</p>
<div style="float:right; padding-left:8px;"></div>
<p>&#8220;Gebäude sollten nie ganz frei gezeigt werden, sonst wirken sie wie Flecken, und stehen als Fremdlinge, mit der Natur nicht verwachsen da. Das halb Verdeckte ist ohnehin jeder Schönheit vorteilhaft, und es bleibt in diesem Gebiete immer der Phantasie noch etwas zu errathen übrig. &#8230; Gebäude sollen mit ihrer Umgebung in sinniger Berührung stehen.&#8221; Schrieb Pückler 1834, und er hatte Recht! Auch sonst sind die Notizen und Gedanken Pücklers keineswegs veraltet, sondern immer noch lesenswert, auch wenn die alterthümliche Sprache uns fremdelt. Und viele seiner Anmerkungen sind zwar für den Gartenbau gedacht, aber auch sonst nicht ohne Nutz und Frommen: &#8220;Die große Kunst und Schwierigkeit bei Anlegung eines Parks ist aber, (&#8230;), verhältnismäßig wenig Dinge so zu benutzen, dass sie viele und ganz verschiedene Bilder geben.&#8221;<br />
Die Pücklerschen Landschaftsgärten sind bis ins Detail geplant, nichts ist dem Zufall überlassen &#8211; und doch wirkt das Zusammenspiel von Wasserläufen, Seen, Wegen und Anhöhen wie aus einem Guss gewachsen. Über 800.000 Bäume und reichlich 42.000 Sträucher machen den Park, der in nur drei Jahren entstand, zum größten Europas im 19. Jahrhundert.<br />
Seit 2004 gehört der Fürst-Pückler-Park zum Weltkulturerbe.<br />
[auch bei den <a href="http://stipvisiten.de/reisen/ostdeut/pueckler-muskau.htm">STIPvisiten</a>]</p>
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		<title>G &#8211; wie Görlitz</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2005 10:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[ Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands &#8211; und eine Stadt, die wie kaum eine andere im Wandel ist. Aus mausgrauen herunter gekommenen Häusern werden wieder ansehnliche Schmuckstücke &#8211; allerdings oft für den hohen Preis, dass sich kein Mensch das leisten kann oder will. Deshalb gibt es eine Menge Leerstand in Görlitz.
Die Stadt hatte, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="GÃ¶rlitz" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/theater_0533.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_theater_0533.jpg" alt="GÃ¶rlitz" /></a><a href="http://goerlitz.de/">Görlitz</a> ist die östlichste Stadt Deutschlands &#8211; und eine Stadt, die wie kaum eine andere im Wandel ist. Aus mausgrauen herunter gekommenen Häusern werden wieder ansehnliche Schmuckstücke &#8211; allerdings oft für den hohen Preis, dass sich kein Mensch das leisten kann oder will. Deshalb gibt es eine Menge Leerstand in Görlitz.<br />
Die Stadt hatte, wie viele andere, schon einmal sehr viel bessere Zeiten gesehen. Die allerbesten sind schon sehr lange her, und weil sie so lange her sind, sieht man sie auch mit dem üblichen Quentchen Verklärung. Am nettesten ist diese zu ertragen, wenn <em>tout Görtlitz</em> Theater spielt: Dann ist der Untermarkt eine Freilichtbühne mit wahrlich großer Kulisse, was schon sehr schön ist. Noch schöner allerdings ist es, wenn die Statisten und Schauspieler(innen) der Massenszenen den Markt verlassen und durch die Stadt bummeln. Mein Lieblingsbild ist das einer Nonne, die &#8211; Cola in der einen, Zigarette in der anderen Hand &#8211; sich angeregt mit einer anderen auf einer Bank außerhalb des Marktes unterhält.<br />
<span id="more-189"></span><br />
<a title="Bouillabaisse" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/fischsuppe_0550.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_fischsuppe_0550.jpg" alt="Bouillabaisse" /></a>Rechts an der Nonne vorbei ging es dann, eine Zufallsentdeckung, in die <a href="http://www.hoefe.com/">Höfe von Görlitz</a>. Das ist ein Areal mit einigen Shops und &#8211; gegen 22 Uhr sehr willkommen &#8211; einer kleinen kulinarischen Entdeckung: Lucie Schulte. Benannt nach einer um 1890 im (wie Görlitz schlesischen) Breslau lebenden Gastronomin, überrascht Lucie den Gast unter historischem Tonnengewölbe (oder bei gutem Wetter unter freiem Himmel) mit angenehm leichter, auf frischen &#8211; oft regionalen &#8211; Produkten beruhenden Karte. Nicht nur, dass hier alles lecker war, wir eine treffliche Fischsuppe löffelten und die Weine extrem freundlich kalkuliert sind (sechs Euro überm Ladenpreis des Weinhandels nebenan) &#8211; nein: Die Lucie hat auch noch einen netten und gut schreibenden Chef. Axel Krüger, ein überzeugter Neu-Görlitzer seit vielen Jahren, schreibt sich die Finger wund und verÃ¶ffentlicht in der Speisekarte wie im <a href="http://www.hoefe.com/speicher.0.html">Internet</a> und anderswo. Wir hatten ihn, neugierig geworden, an den Tisch gebeten. Es war ein lustiges, tiefschürfendes, langes Gespräch, das mit einem Glas &#8220;Fly me to the Moon&#8221; endete &#8211; einem mittlerweile leider ausgetrunkenen Riesling QbA 2003 von &#8220;Das Weinwerk&#8221;.</p>
<p><a title="Arbeiterkleidung" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/arbeiterkleidung_0595.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_arbeiterkleidung_0595.jpg" alt="Arbeiterkleidung" /></a>Beim Bummel am nächsten Tag machte die Kamera dann mindestens so viele Bilder von alten unrestaurierten Häusern wie von neuen &#8211; weil die einen morbiden Charme sonder gleichen ausstrahlen. Da ist das Haus, in dem Napoleon am 23. Mai 1813 schlief, da ist der Balkon mit Birkenwäldchen, da ist G. Schubert, der mit Arbeiterbekleidung und Heeresmaterialien sein Geld verdiente, da ist die Feinkosthandlung und das Haus mit der Klingel zum Obstpächter. Schade eigentlich, wenn all diese Details verschwinden&#8230;<br />
&#8230;hinter glatten, farbigmörteligen Fassaden. Natürlich ist das Leben dahinter komfortabel, natürlich bewahrt das die Häuser vor dem Verfall &#8211; und wir haben im 1528 erbauten und 1997/98 restaurierten <a href="http://www.tuchmacher.de/">Hotel Tuchmacher</a> sicher besser geschlafen als in einem unrenovierten Haus, selbst wenn Napoleon sich da vor mehr als hundert Jahren wohl gefühlt haben mag (was wir ja nicht mal wissen &#8211; so etwas steht ja nicht an den Tafeln). Das Tuchmacher mit Blick auf die Peterskirche atmet Geschichte, ist aber trotz bemaltem Balkenwerk im Erdgeschoss und in Görlitz einzigartigem Schlingrippengewölbe ein durch und durch modernes Haus &#8211; mit Internetanschluss und sehr sehr freundlichen Mitarbeiter(inne)n.</p>
<p><a title="Karstadt GÃ¶rlitz" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/karstadt_0604.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_karstadt_0604.jpg" alt="Karstadt GÃ¶rlitz" /></a><br />
Natürlich gibt es nicht nur das Tuchmacher, der Altstadtkern von Görlitz rund um Ober- und Untermarkt ist vollgepumpt mit frischgemachten Häusern. Renaissance, Gothik und andere Baustile lassen sich trefflich studieren &#8211; eine Stadtführung gerät je nach Guide lehrreich oder langatmig (was natürlich nicht nur für Görlitz gilt&#8230;). Aber man lernt auch ohne organisierte Führung. Dass das Kaufhaus aus dem Jahr 1913 ein Prachtstück des Jugendstils ist und als &#8220;Karstadt&#8221; wegen seiner geringen Größe sein Ende auf sich zukommen sieht &#8211; das ist für den Görlitzbesucher Allgemeingut. Aber dass das &#8220;Kaufhaus zum Strauß&#8221; schon 1929 von der Karstadt AG übernommen wurde und bis 1946 dem Konzern angehörte, war eine neue Information. 1991 bekam Karstadt das Haus zurück und bot &#8211; ich zitiere die Internetseite vom August 2005 &#8211;  Tolles: &#8220;Das architektonisch einzigartige Gebäude läßt Ihren Einkaufsbummel auf einer Verkaufsfläche von 4.850 qm zum Erlebnis werden. Wählen Sie aus unserem bedarfsgerechten und übersichtlich präsentierten Sortiment.&#8221; Auch wenn zahlreiche Käufer(innen) vor allem auch aus dem polnischen Zgorcelec rechts der Neiße kamen, heißt es seit dem 3. August: Aus die Maus. Karstadt-Quelle hat sich von 74 kleineren Warenhäusern getrennt, darunter dem Jugendstil-Gebäude in Görlitz. Neuer Owner ist der britische Investor <a href="http://www.dawnayday.com/introduction/financial-service-companies.htm">Dawney, Day Co., Ltd</a>, der schon mal angekündigt hat, dass die neuen Häuser fünf bis zehn Jahre Bestand haben sollen. Mal sehen, wie das knuffigste aller Kaufhäuser, das heute noch mit schönen Treppen und ohne Rolltreppen auskommt, sein Hundertjähriges erleben wird! Und, Herr Karstadt, das muss auch noch gesagt werden: Schade, dass man sich 1991 wie verrückt freut und sich nun leidenschaftslos trennt&#8230;</p>
<p><a title="GÃ¶rlitz" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/goerlitz_0552.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_goerlitz_0552.jpg" alt="GÃ¶rlitz" /></a><br />
<a href="http://www.zgorzelec.com/">Zgorcelec</a> wurde ja eben beiläufig erwähnt. Das ist der polnische Teil von Görlitz &#8211; mehr Wohnstadt als Kulturmittelpunkt, obendrein in weiten Teilen im Baustil sozialistisch geprägt. Dennoch, und das verdient zumindest Respekt in diesen Zeiten, versuchen beide Hälften der bis zum Kriegsende einen Stadt gemeinsam was zu bewegen. Das größte Ding ist zweifelsohne das Bemühen um die <a href="http://www.goerlitz2010.de">Europäische Kulturhauptstadt 2010</a>. Da tut sich eine Menge, nicht nur im offiziellen Rahmen mit Städtepartnerschaft rechts und links der Neiße, mit dem Titel &#8220;Europastadt&#8221; oder der Erneuerung des mittelalterlichen Sechs-Sädte-Bündnisses von 1346 mit grenzüberschreitender Kooperation zwischen Görlitz, dem heute polnischen Lauban (Luban), Bautzen, Zittau, Löbau und Kamenz, deren Wappen bis heute das Görlitzer Rathaus zieren.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altstadtbr%C3%BCcke">Die Altstadtbrücke</a> ist am 20. Oktober 2004 wieder eröffnet worden, nachdem die 1298 erstmals erwähnte Brücke nach bewegtem Brückenleben von der Wehrmacht am 7. Mai 1945 zerstört war. Heute verbindet sie West und Ost, auf beiden Seiten ist eine Kneipe &#8211; die in Polen ist günstiger, sagte der Grenzer uns um Mitternacht. Ansonsten trifft man in Görlitzer Kneipen Polen wie in Zgorcelecer Kneipen Deutsche. Die Kontrollen sind nicht sehr doll, zwei deutsche und ein polnischer Kollege waren um die Zeit vor Ort und ließen sich die Ausweise zeigen.  Ein leicht angetüddelter Pole auf dem Weg nach Hause wollte unbedingt uns seinen Ausweis zeigen und war erst zufrieden, als wir ihn mit &#8220;OK&#8221; und freundlichem Nicken weiter schickten&#8230;</p>
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		<title>Z &#8211; wie Zschertnitz</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2005 08:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[ Viele Flurnamen in Dresden und Umgebung sind auf den ersten Blick Zungenbrecher: Zschertnitz gehört dazu. Dabei ist es doch ganz einfach: Ganz große Schummelanten lassen das Z ganz weg, wer etwas korrekter sein will, schlägt ein T vor dem sch an. Die Übung kann man dann auch auf den Flughafen ausweiten: Klotzsche mit tzsch!
Zschertnitz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Zschertnitz" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/zschertnitz_1184.jpg"> <img class="alignleft" src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_zschertnitz_1184.jpg" alt="Zschertnitz" /></a>Viele Flurnamen in Dresden und Umgebung sind auf den ersten Blick Zungenbrecher: Zschertnitz gehört dazu. Dabei ist es doch ganz einfach: Ganz große Schummelanten lassen das <em>Z</em> ganz weg, wer etwas korrekter sein will, schlägt ein<em> T</em> vor dem <em>sch</em> an. Die Übung kann man dann auch auf den Flughafen ausweiten: Klotzsche mit <em>tzsch</em>!<br />
Zschertnitz also: Das sind einige der Hochhäuser, die den Süden der Stadt beglücken. Das alte Dorf &#8211; dessen Ursprünge 700 Jahre zurück reichen &#8211; wurde 1973/74 vollständig abgebrochen. Groß muss es nicht gewesen sein, denn an seiner Stelle entstanden sechs Wohnhochhäuser. Bis zu 17 Stock hohe Plattenbauten galten in der damaligen Zeit als das Nonplusultra modernen Wohnungsbaus.<br />
Wenn man schon mal in Zschertnitz ist, kann ein wenig Bildung nicht schaden. Zum Beispiel lernt man hier sehr schön, wie früher ganze Dörfer verscherbelt wurden, mit Haus und Hof und Mann und Maus. 1348 gehörte es den Söhnen des Dresdner Bürgers Nycolai de Jochgrimm, ab 1408 der wohlhabenden Familie Münzmeister (nach der heute noch die bergauf führende Straße benannt ist), seit 1568 Kurfürst August. Der siedelte vier Bauern und vier Gärtner an, wodurch sich Zschertnitz zum Bauerndorf mit mehreren Gütern und insgesamt 74 Hektar Fläche entwickelte. Am 1. Juli 1902 wurde Zschertnitz nach Dresden eingemeindet, seit 1904 ist es ans Straßenbahnnetz angeschlossen.<br />
Eine eigene Geschichte ist die des Paradiesgartens. Das war ein Tanz- und Ballhaus, hervorgegangen aus dem früheren Dorfgasthof. Bis 1945 gehörte es zu den beliebtesten Dresdner Vergnügungslokalen &#8211; heute ist der Paradiesgarten ein nicht ganz so paradiesisch anmutendes Einkaufszentrum, bei dem man sich allenfalls über den blumigen Namen wundert&#8230;</p>
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		<title>N &#8211; wie Nationalfeiertag</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2005 11:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[
  
Heute ist Nationalfeiertag bei den Schweizern. 1891 wurde er eingefÃ¼hrt &#8211; mithin genau 600 Jahre nach jenem legendÃ¤ren 1. August 1291, an dem Vertreter der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf dem RÃ¼tli mit dem Schwur quasi die Schweiz grÃ¼ndeten: &#8220;Wir wollen sein ein einzig Volk von BrÃ¼dern &#8211; in keiner Not uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px">
<a title="AlphornblÃ¤ser" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/alphorn_1288.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_alphorn_1288.jpg" alt="AlphornblÃ¤ser" /></a><br /><a title="AlphornblÃ¤ser" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/bengalisch_1292.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_bengalisch_1292.jpg" alt="Feuerwerk" /></a></div>
<p>Heute ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Nationalfeiertag">Nationalfeiertag bei den Schweizern</a>. 1891 wurde er eingefÃ¼hrt &#8211; mithin genau 600 Jahre nach jenem legendÃ¤ren 1. August 1291, an dem Vertreter der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf dem RÃ¼tli mit dem Schwur quasi die Schweiz grÃ¼ndeten: &#8220;Wir wollen sein ein einzig Volk von BrÃ¼dern &#8211; in keiner Not uns trennen noch Gefahr &#8211; wir wollen frei sein wie die VÃ¤ter waren, eher den Tod als in der Knechtschaft leben &#8211; wir wollen trauen auf den hÃ¶chsten Gott und uns nicht fÃ¼rchten vor der Macht der Menschen!&#8221;<br />
Gestern feierten Vertreter des Kantons Bern in Dresden in ihren Nationalfeiertag hinein: tagsÃ¼ber mit einem Fest, abends mit dem Film &#8220;<a href="http://filmnaechte-am-elbufer.de/fn.php?idx=20&#038;pid=39">Das Wunder von Bern</a>&#8220;. Kostenlos fÃ¼r die Besucher, und mit Alphorn vorweg sowie danach mit bengalischem Feuerwerk um Mitternacht&#8230;</p>
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		<title>T &#8211; wie TreppengelÃ¤nder</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2005 11:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[
 
Ãœber die MeisterhÃ¤user in Dessau habe ich zwar schon geschrieben &#8211; aber das Bildmaterial dieses nur einstÃ¼ndigen Besuchs verlangt nach mehr. Was macht die Optik so ansprechend? Die Klarheit der Linien, die spannenden Farbkombinationen (besonders in den HÃ¤usern von Klee und Kandinsky, natÃ¼rlich) &#8211; und ein wenig auch die Freude, dass das gradlinige offensichtlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px">
<a title="Bauhaus-TreppengelÃ¤nder" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/treppe_1154.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_treppe_1154.jpg" alt="Bauhaus-TreppengelÃ¤nder" /></a></div>
<p>Ãœber die <a href="http://www.meisterhaeuser.de/de/index.html">MeisterhÃ¤user</a> in Dessau habe ich zwar <a href="http://aufgelesen.net/wordpress/?p=182">schon geschrieben</a> &#8211; aber das Bildmaterial dieses nur einstÃ¼ndigen Besuchs verlangt nach mehr. Was macht die Optik so ansprechend? Die Klarheit der Linien, die spannenden Farbkombinationen (besonders in den HÃ¤usern von Klee und Kandinsky, natÃ¼rlich) &#8211; und ein wenig auch die Freude, dass das gradlinige offensichtlich zeitlos ist. Was hier vor achtzig Jahren entstand, ist immer noch richtungsweisend. </p>
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		<title>R &#8211; wie Rabbi Hoppe</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2005 22:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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		<description><![CDATA[
   
&#8220;Rolf Hoppe als Rabbiner war eine spÃ¤te, aber wirkliche Entdeckung. Erstaunlich, wie er das GefÃ¼hl dafÃ¼r entwickelte, wie ein Rabbiner ist. Er fand eine Ã¤hnliche Art der Argumentation und SentimentalitÃ¤t im Ausdruck, so dass der Schauspieler allmÃ¤hlich mit der Figur verschmolz. Meine ursprÃ¼ngliche Scheu, diesen Film mit nicht jÃ¼dischen Schauspielern zu drehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px">
<a title="Rabbi Hoppe" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/hoppe_1246.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_hoppe_1246.jpg" alt="Rabbi Hoppe" /></a><br /><a title="Regisseur Levy" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/levy_1237.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_levy_1237.jpg" alt="Regisseur Levy" /></a><br /><a title="Kulisse" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/kulisse_1242.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_kulisse_1242.jpg" alt="Kulisse" /></a></div>
<p><em>&#8220;Rolf Hoppe als Rabbiner war eine spÃ¤te, aber wirkliche Entdeckung. Erstaunlich, wie er das GefÃ¼hl dafÃ¼r entwickelte, wie ein Rabbiner ist. Er fand eine Ã¤hnliche Art der Argumentation und SentimentalitÃ¤t im Ausdruck, so dass der Schauspieler allmÃ¤hlich mit der Figur verschmolz. Meine ursprÃ¼ngliche Scheu, diesen Film mit nicht jÃ¼dischen Schauspielern zu drehen, hat sich dadurch erledigt. Es war faszinierend, diesen Schauspielern tÃ¤glich zuzuschauen, und es war ein Geschenk mit ihnen zu arbeiten. Das hat mich wieder darin bestÃ¤tigt, wie schÃ¶n das Medium Film ist. Es kann reine Fiktion sein und trotzdem eine authentische Stimmung verbreiten, weil die Erfindung mit voller Leidenschaft und voller Kraft vorangetrieben wird. Das ist das Ermutigende.&#8221;</em> Sagt Dani Levy, Regisseur und Drehbuchautor von &#8220;Alles auf Zucker&#8221; im <a href="http://www.zucker-derfilm.de/interviewdanilevy.php">Interview</a>. Gestern war er in Dresden und sah &#8220;in diese rund 8.000 Augen&#8221;, die sich nun den Film ansehen wollten &#8211; bei den <a href="http://filmnaechte-am-elbufer.de/fn.php?idx=20&#038;pid=37">FilmnÃ¤chten am Elbufer</a>, die neben dem Film auch immer wieder grandiose Kulisse bieten (&#8221;und die seh&#8217; ich mir an &#8211; den Film kenn&#8217; ich ja schon!&#8221;).<br />
Petrus hatte weitgehend ein Einsehen und schickte das groÃŸe Gewitter erst nach Mitternacht. Da war der Film vorbei, und wer nicht gebummeltg hatte, sogar schon wieder zu Hause <img src='http://www.aufgelesen.net/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>A &#8211; wie Abgegessen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2005 20:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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Einhart Grotegut ist KÃ¼nstler (und Architekt und Ausstellungsgestalter und, damit keine MissverstÃ¤ndnisse auftauchen, auch Freund) und als solcher immer wieder fÃ¼r eine Ãœberraschung gut. Beim jÃ¼ngsten Atelierbesuch erzÃ¤hlte er, wie er &#8211; den alle auch als Sammler alter Bestecke kennen &#8211; mal wieder einen Haufen rostigen Bestecks aus dem Biedermeier Ã¼berreicht bekam. Was [...]]]></description>
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<a title="Besteck-Kunst" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/besteck_0717.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_besteck_0717.jpg" alt="Besteck-Kunst" /></a><br /><a title="Besteck-Kunst" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/besteck_0711.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_besteck_0711.jpg" alt="Besteck-Kunst" /></a></div>
<p>Einhart Grotegut ist KÃ¼nstler (und Architekt und Ausstellungsgestalter und, damit keine MissverstÃ¤ndnisse auftauchen, auch Freund) und als solcher immer wieder fÃ¼r eine Ãœberraschung gut. Beim jÃ¼ngsten Atelierbesuch erzÃ¤hlte er, wie er &#8211; den alle auch als Sammler alter Bestecke kennen &#8211; mal wieder einen Haufen rostigen Bestecks aus dem Biedermeier Ã¼berreicht bekam. Was tun? Entrosten, putzen, katalogisieren? Nix da: Das Wetter war gerade so, dass dem Herrn G. nach einer Installation war. Und erfand &#8220;Abgegessen&#8221; &#8211; eine Maschine, die fasziniert. Alte rostige Gabeln und Messer sind mit DrÃ¤hten verbunden und hÃ¤ngen &#8211; wie in einem Mobile, nur viel verzwickter &#8211; in einem Rahmen. Unten im Sockel, der mit alten (bezahlten, man will ja nichts falsch machen&#8230;) Rechnungen verkleidet ist,  versteckt sich ein Motor, und sein Antrieb setzt mit unglaublichem Kratzen und Quietschen dieses Werk in Bewegung. Man mÃ¶chte wegrennen wegen des GÃ¤nsehautsounds &#8211; aber man bleibt, fasziniert vom Miteinander und den Bewegungen der Bestecke. Wenn&#8217;s das auch in leise gÃ¤be, wÃ¼sste ich ein tolles Weihnachtsgeschenk&#8230;</p>
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		<title>B &#8211; wie Bauhaus</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2005 11:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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Die MeisterhÃ¤user in Dessau (montags geschlossen&#8230;) sind die 1999 bis 2002 restaurierten) Zeitzeugen des Bauhaus-Stils: HÃ¤user, die nach PlÃ¤nen von Walter Gropius in den Jahren 1925/26 fÃ¼r Gropius selbst sowie Kandinsky, Klee, Feininger, Muche und Schlemmer entstanden. Von den drei DoppelhaushÃ¤lften und der Einzelvilla von Walter Gropius sind die WohngebÃ¤ude von Gropius und Moholy-Nagy [...]]]></description>
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<a title="Bauhaus" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/wohnen_1141.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_wohnen_1141.jpg" alt="Bauhaus" /></a></div>
<p>Die <a href="http://www.meisterhaeuser.de/de/index.html">MeisterhÃ¤user in Dessau</a> (montags geschlossen&#8230;) sind die 1999 bis 2002 restaurierten) Zeitzeugen des Bauhaus-Stils: HÃ¤user, die nach PlÃ¤nen von Walter Gropius in den Jahren 1925/26 fÃ¼r Gropius selbst sowie Kandinsky, Klee, Feininger, Muche und Schlemmer entstanden. Von den drei DoppelhaushÃ¤lften und der Einzelvilla von Walter Gropius sind die WohngebÃ¤ude von Gropius und Moholy-Nagy (DoppelhaushÃ¤lfte zum Haus Feininger) im Krieg zerstÃ¶rt &#8211; sie fehlen (noch) im Ensemble der MeisterhÃ¤user, das 1996 zusammen mit dem BauhausgebÃ¤ude in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.<br />
File under: Urlaub von A-Z, B wie Bauhaus</p>
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		<title>M &#8211; wie Montags geschlossen</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2005 22:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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Montag wollten wir Einsteins Sommerhaus in Caputh besuchen. Doch &#8211; wir hÃ¤tten es wissen mÃ¼ssen! &#8211; montags ist es geschlossen. Dienstags und mittwochs und freitags auch. So ist das im Einstein-Jahr: Alles ist relativ. Relativ oft zu. Der Japanische Bonsai-Garten, der sich auf Hinweisschildern anpries und nur acht Kilometer entfernt in Ferch ist, hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px">
<a title="Wolken Ã¼ber Potsdam" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/potsdam_1115.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_potsdam_1115.jpg" alt="Wolken Ã¼ber Potsdam" /></a></div>
<p>Montag wollten wir <a href="http://www.einsteinforum.de/html_docs/einsteinhaus01.htm">Einsteins Sommerhaus</a> in Caputh besuchen. Doch &#8211; wir hÃ¤tten es wissen mÃ¼ssen! &#8211; montags ist es geschlossen. Dienstags und mittwochs und freitags auch. So ist das im Einstein-Jahr: Alles ist relativ. Relativ oft zu. Der <a href="http://www.bonsai-haus.de/index.php?menu=1">Japanische Bonsai-Garten</a>, der sich auf Hinweisschildern anpries und nur acht Kilometer entfernt in Ferch ist, hatte auch montags geschlossen. Und die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0705/lokales/0052/">MÃ¤rkische WildschweinbÃ¤ckere</a>i hat montags und dienstags geschlossen.<br />
Und wer hatte geÃ¶ffnet? Na klar, Petrus. Nach zwischenzeitlichem Einsehen und minutenweise blauem Himmel (gesehen in Potsdam) lieÃŸ er es badewannenweise herunter schÃ¼tten.</p>
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		<title>P &#8211; wie Polen</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2005 22:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaub A-Z]]></category>

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Ãœber den Begriff Heimat ist schon viel nachgedacht und geschrieben worden, wobei Heimat immer dann unertrÃ¤glich wird, wenn es tÃ¼melt. Schwer tun wir uns auch oft bei Leuten, wenn sie von ihrer Heimat reden, die seit dem Krieg nicht mehr zu Deutschland gehÃ¶rt. Das hat oft einen sehr unangenehmen Beigeschmack, vor allem wenn einseitig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; padding-right:7px">
<a title="Landschaft" href="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/landschaft_1078.jpg"> <img src="http://www.aufgelesen.net/wordpress/bilder/th_landschaft_1078.jpg" alt="Landschaft" /></a></div>
<p>Ãœber den Begriff Heimat ist schon viel nachgedacht und geschrieben worden, wobei Heimat immer dann unertrÃ¤glich wird, wenn es tÃ¼melt. Schwer tun wir uns auch oft bei Leuten, wenn sie von ihrer Heimat reden, die seit dem Krieg nicht mehr zu Deutschland gehÃ¶rt. Das hat oft einen sehr unangenehmen Beigeschmack, vor allem wenn einseitig und besitzergreifend geredet wird.<br />
Weil <a href="http://visit-dresden.de/">Birgits</a> Vater bis 1945 dort lebte, fuhren wir mit ihm nach Polen, nach <a href="http://polandpoland.com/trzciel.html">Trzciel</a>/Tirschtiegel und <a href="http://www.euroatlas.pl/place/place.asp?lang=g&#038;placeID=22848&#038;categoriesID=120&#038;categoryID=64&#038;searchRange=m">Miedzyrzecz</a>/Meseritz. Drei Generationen in einem Auto, drei von vier Reisenden erstmals in der Gegend. Auf dem Weg gibt es Informationen ohne Ende &#8211; obwohl doch der Informant bei Kriegsende erst zwÃ¶lf war, wird er befragt wie eine nie versiegende Quelle. Und er antwortet wie ein nie versiegender Infoquell&#8230;<br />
Die Grenze bei Frankfurt/Oder: Polen ist EG, es geht schnell. Deutsche und polnische Grenzer stehen zusammen, schauen nur kurz in die Persos und winken durch. Was sie noch lernen mÃ¼ssen ist Freundlichkeit: Weder bei der Ein- noch bei der Ausreise wurde der freundliche GruÃŸ aus dem Wagen erwidert, ein &#8220;danke&#8221; oder &#8220;bitte&#8221; beim Personalausweiswechsel kannste sowieso vergessen&#8230; Das war bei der Einreise so, das war bei der Ausreise so.<br />
Hinter der Grenze sieht es erst mal aus wie davor: Weite nur leicht hÃ¼gelige Landschaft mit Getreide. Der erste augenfÃ¤llige Unterschied: Die Polen gehen an diesem Sonntagvormittag (wie wohl auch an allen anderen) massenhaft in die Kirche. Sie gehen, sie fahren nicht &#8211; weswegen die FuÃŸwege voll von sonntÃ¤glich gekleideten Familien sind.<br />
Ansonsten sieht es in Polen gar nicht so <em>polnisch</em> aus, um ein beliebtes Vorurteil einmal zu strapazieren. Und unser Auto wurde auch nicht geklaut. </p>
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